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Lebensmittelkontrolleur [m|w]

Lebensmittelkontrolleuren und ‑kontrolleurinnen führen als Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes der Lebensmittelüberwachung durch und sind somit ein wichtiger Bestandteil der Prävention von Krankheiten und Infektionen und dienen dem Schutz der Bevölkerung.

Das Aufgabengebiet von Lebensmittelkontrolleuren und ‑kontrolleurinnen ist die Überprüfung von Betrieben, in denen Lebensmittel, Tabakerzeugnisse, Kosmetika und Bedarfsgegenstände gewerbsmäßig hergestellt oder verkauft werden. Darunter fallen Produzenten, Großhändler, Im- und Exportunternehmen, Supermärkte und Gastronomiebetriebe. Ausgehend von einer Risikoanalyse, die für jeden Betrieb besteht, führen sie zu den jeweiligen Öffnungszeiten der Betiebe unangemeldete Kontrollen durch. 
Sie prüfen beispielsweise, ob die Hygienebestimmungen eingehalten wurden, die Zusammensetzung und Kennzeichnung der Produkte und die Werbung. Dazu werden Proben entnommen, die von unabhängigen Laboren untersucht werden. Die Methode der Lebensmittelkontrolleure und -kontrolleurinnen sind in der Regel Geruchs- oder Geschmackstests, die sie anschließend in Form von Befunden dokumentieren. Des Weiteren gehört das Beraten, Belehren und gegebenenfalls das Verhängen von Bußgeldern bei Mängeln oder nicht eingehaltenen Vorschriften auch zu dem Verantwortungsbereich von Lebensmittelkontrolleuren und -kontrolleurinnen.
 

 

 

Lebensmittelkontrolleure und ‑kontrolleurinnen finden Beschäftigung in:

  • Der öffentlichen Verwaltung

 

Voraussetzungen:
Für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung zum/zur Lebensmittelkontrolleur und ‑kontrolleurin ist in der Regel eine abgeschlossene Weiterbildung in einem Beruf, der Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Gebiet des Verkehrs mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Artikeln oder Bedarfsgegenständen vermittelt, erforderlich. Personen, die eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf, der Kenntnisse und Fertigkeiten über den Verkehr mit Lebensmitteln vermittelt, und eine mindestens dreijährige praktische Tätigkeit auf diesem Gebiet vorweisen können, sind ebenfalls zur Weiterbildungsprüfung zugelassen. 

Weiterbildung:
Lebensmittelkontrolleur [m/w] ist eine zweijährige landesrechtlich geregelte Weiterbildung, die sowohl aus einem theoretischen als auch aus einem praktischen Teil besteht. Theoretische Lerninhalte sind neben grundlegendem Wissen über Warenkunde, Hygiene, Desinfektion und Sterilisation beispielsweise die Rechtslage des Verkehrs mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln oder das Strafprozess-­ und Ordnungswidrigkeitenrecht. 
Im praktischen Teil der Weiterbildung übt man die korrekte Vorgehensweise der Betriebskontrollen und Entnahmen der Proben sowie die Überprüfung der Einhaltung der Bestimmungen.

Vergütung während der Weiterbildung:
unvergütet

Vergütung nach der Weiterbildung:
Beispielhafte tarifliche Bruttovergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst: 3.000 bis 3.720 Euro pro Monat.

 

Empfohlene Literatur:
Lebensmittelkennzeichnungsrecht

Vorbereitung auf die Hygieneampel: Leitfaden für die Beurteilung von Lebensmittelbetrieben (Hygiene Management Ratgeber) Kindle Edition

Weiterführende Informationen:
Ratgeber-Umschulung http://ratgeber-umschulung.de/gesundheit/lebensmittelkontrolleur/

Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure e.V. http://bvlk.de/

http://www.berufskunde.com/chd/ausbildungsberufe-a-bis-z/lebensmittelkontrolleur

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