Pharmakant [m|w] | gesundheitsberufe.de

Pharmakant [m|w]

Pharmakant [m|w]

In diesem Beruf geht es um die Herstellung von Arzneimitteln nach Anweisung des Apothekers und den Fertigungsvorschriften der Industrie. Die Arzneien werden in den verschiedensten Formen hergestellt, z. B. als Pulver, Dragée, Lösung, Salbe, Suspension, Aerosol oder Zäpfchen. Die Pharmakanten und Pharmakantinnen bedienen sich in der Herstellung computergesteuerter, technischer Einrichtungen (Prozessleittechnik, SPS-Steuerung), um die Produkte nach Regeln der Guten Herstellungspraxis, des Arzneimittelrechtes, der Qualitätssicherung, des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit herzustellen.

Sie sind verantwortlich für einen störungsfreien Arbeitsablauf von der Fertigungsplanung, Fertigung, Kontrolle, Analytik, Dokumentation, hygienischen Verpackung bis zur Lagerung. Sie kennen die verschiedenen Wirkstoffe, sie sterilisieren und desinfizieren Produktionsanlagen und -räume,  messen und regeln z. B. Temperatur und Druck von Produktionsanlagen. Beim Umgang mit Chemikalien und Geräten müssen sie Vorschriften zum Arbeitschutz und zur Gesunderhaltung am Arbeitsplatz befolgen. Pharmakanten und Pharmakantinnen arbeiten mit Angehörigen verschiedener Berufsgruppen (Apotheker, Meister, Schichtarbeiter) zusammen, oft in internationalen Teams.

 

Empfohlener Abschluss
Mittlerer Bildungsabschluss
 

Ausbildungsdauer
3 1/2 Jahre
 

Vergütung während der Ausbildung
1. Ausbildungsjahr: 806 bis 816 EUR
2. Ausbildungsjahr: 860 bis 867 EUR
3. Ausbildungsjahr: 905 bis 947 EUR
4. Ausbildungsjahr: 952 bis 1.018 EUR
 

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

  • Spezialisierung auf Qualitätskontrolle, Schichtführer, Überwachung der Anlagen, Instandhaltung
  • Fachqualifikation Verfahrenstechnik, angewandte Chemie, Qualitätssicherung in der Pharmazeutischen Industrie oder Arbeitssicherheit
  • Industriemeister der Fachrichtung Pharmazie oder staatlich geprüfter Chemietechniker
  • Studium Pharmazie oder Chemie (Hochschulreife erforderlich)

 

Einsatzorte
Unternehmen der Pharmazeutischen Industrie
 

Persönliche Anforderungen
Soziale Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Organisationsfähigkeit, Selbständigkeit, Belastbarkeit und technisches Verständnis spielen in diesem Beruf eine große Rolle. Bei der Bedienung der Mess- und Prüfgeräte und der Protokollierung des Produktionsablaufes ist sorgfältiges Arbeiten wichtig. Handwerkliche Fähigkeiten werden benötigt beim Warten oder Umrüsten von Produktionsanlagen. Das lange Stehen am Arbeitsplatz kann anstrengend sein. Häufig wird in Wechselschicht gearbeitet, auch nachts und an Wochenenden.

 

Empfohlene Literatur

PAL-Prüfungsbuch Pharmakant

Weiterführende Informationen

  • Bundesverband der 
Pharmazeutischen Industrie 
e.V. (BPI)
  • Deutscher Generikaverband e.V.
  • Pro Generika e.V.
  • Verband der 
Diagnostica-Industrie e.V.
  • Verband der chemischen 
Industrie e.V. (VCI)
Passende Bildungsangebote
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