Das neue Einwanderungsgesetz muss für die Altenpflege klare und unkomplizierte Regelungen festschreiben. Und es muss schnell kommen

Das neue Einwanderungsgesetz muss für die Altenpflege klare und unkomplizierte Regelungen festschreiben. Und es muss schnell kommen

08/21/2018

Endlich hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich zu einem neuen Zuwanderungsgesetz geäußert: Es soll schnell kommen.

Der Arbeitgeberverband Pflege ergänzt: Es muss in der praktischen Anwendung für klare und unkomplizierte Regelungen sorgen. Die Pflege hat dabei einen hohen Stellenwert. Den hehren Worten müssen zügig überzeugende Konzepte zur Einwanderung von Pflegefachkräften und von jungen Menschen aus Drittstaaten folgen, die bei uns eine Pflegeausbildung machen wollen.

Vielen Berufen fehlen Fachkräfte

Aber bei der Altenpflege ist die Not besonders groß. Zwar steigen die Zahlen der Auszubildenden von Jahr zu Jahr. Ebenfalls steigt die Zahl von Fach- und Hilfskräften beachtlich. Doch wir alle wissen: Dieser positive Zuwachs reicht nicht. Denn die Zahl der Menschen, die der pflegerischen Hilfe bedürfen, nimmt ebenfalls mit jedem Jahr weiter stark zu - so ist das nun mal in einer stark alternden Gesellschaft wie wir sie in Deutschland haben.

Vier Dinge sind jetzt nach Auffassung von Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, ganz entscheidend: ,,Erstens: Wir brauchen zwingend eine zentrale Anerkennungsstelle für Arbeitsfelder im Pflegeberuf: - Altenpflegeheime oder Seniorenheime - Wohnheime für Menschen mit Behinderungen - Kindertagesstätten - Fachkliniken und Krankenhäuser - Ambulante Dienste - Gesundheitszentren - Sozialedienstleiter</p>">Pflegeberufe, die das Einwanderungsgesetz sinnvoll ergänzt. Zweitens: Für die Zukunft ganz entscheidend werden klare und schnelle Regelungen sein, in welcher Art und Weise Visa erteilt werden. Heute herrscht da ein totales Tohuwabohu, das mit seiner üblen Intransparenz Handlungs-Willkür Tür und Tor öffnet. Drittens: Es muss alles daran gesetzt werden, dass noch vor der politischen Weihnachtspause in Berlin ein durchdachter und abgestimmter Referentenentwurf zur Zuwanderung vorliegt. Viertens: Das Gesetzeswerk muss dann so gestaltet sein, dass es dabei so wenig Mitsprache der 16 Bundesländer via Bundesrat wie möglich gibt. Denn wir wissen: Föderalismus ist zwar schön und gut: Aber viele Köche verderben auch leicht den Brei. Und in den Ländern, die den Bundesrat ausmachen, sind via Koalitionen alle Parteien vertreten, die politisch relevant sind – mit höchst unterschiedlichen Vorstellungen.“

Eine geflügelte Redewendung sagt: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit. Der Arbeitgeberverband Pflege meint: Bei Thema Einwanderung für Pflegekräfte brauchen wir Gründlichkeit und Schnelligkeit. Zu lange wurde von den Regierenden das wichtige Thema verschlafen.

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