Case Manager/in im Gesundheits- und Sozialwesen und Pflegeberater/in nach §7a SGB XI | gesundheitsberufe.de

Case Manager/in im Gesundheits- und Sozialwesen und Pflegeberater/in nach §7a SGB XI

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Beschreibung:
Ausgangspunkt des Case Managements in diesen Berufsfeldern ist eine komplexe gesundheitliche oder soziale Problemsituation eines Menschen, dessen eigene Ressourcen zur Bewältigung dieser Problemsituation nicht (oder nicht mehr) ausreichen, da sich Strukturen gesundheitlicher und sozialer Dienstleistungen zunehmend ausdifferenziert haben und komplexer geworden sind. Fachkräfte des Gesundheits- und Sozialwesen stehen in diesen Problemsituationen häufig vor der Frage, wie sie kompetent handeln können, zumal an sie wachsende Anforderungen an die Effektivität und Effizienz ihres Handelns gestellt werden.
Gefordert sind Methoden einer zielgerichteten und überprüfbaren Vorgehensweise, die die Möglichkeiten und Lebensentwürfe der Einzelnen in nachvollziehbarer und ökonomischer Weise mit den staatlichen Hilfeangeboten verbinden und ein optimales Leistungs- und Ressourcenmanagement gewährleisten.
Seit Januar 2009 gibt es einen Anspruch auf kostenfreie, unabhängige und neutrale Pflegeberatung (§7a SGB XI). Seit 01.01.2017 nimmt die Beratung eine noch zentralere Rolle ein, auch durch veränderte Ansprüche mit der Einführung des neuen Begutachtungsassessments (NBA).

Lernziele:
Die Weiterbildung „Case Manager/in im Gesundheits- und Sozialwesen“ und Pflegeberater/in nach §7a SGB XI, vermittelt differenzierte berufs- und berufsfeldübergreifende Kenntnisse und Handlungskompetenzen an die Teilnehmer/innen, die sie als Case Manager/innen in die Lage versetzen, gemeinsam mit den Klient/in/en „passende“ Unterstützungsleistungen zu planen, zu organisieren und zu koordinieren und Case Management als methodisches Handlungskonzept in den eigenen Einrichtungen auszuüben bzw. einzuführen sowie den Aufbau der dazu notwendigen Strukturen zu fördern. Im SBG XI §7a ist die Umsetzung von "Fallmanagement" explizit als Methode erwähnt, ebenso Care Management, das zur Strukturentwicklung und Vernetzung mit zur gemeinwesenorientierten Zusammenarbeit der Dienste und Einrichtungen in den Regionen führen soll.

Die Teilnehmer/innen werden ...

  • sich vertiefte Kenntnisse über das Case Management aneignen und
  • Klarheit über ihre Rolle als Case Manager/in gewinnen.
  • Definitionen, Funktionen und Konzepte von Case Management
  • Leistungsrecht der Kranken- und Pflegeversicherung
  • unter Ausschöpfung der Ressourcen im eigenen Arbeitsfeld und des regionalen Gesundheits- und Sozialsystems ein zielgerichtetes System der Zusammenarbeit (Netzwerk) zur Unterstützung von kranken und behinderten Menschen organisieren und im Verlauf des Prozesses auch überprüfen und auswerten können.
  • die Qualifikation zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages der Pflegeberatung nach §7a SGB XI erhalten.
  • mit hohem Praxisbezug in beiden Bereichen geschult.
  • die Möglichkeit haben zwei kompatible Weiterbildungen zu absolvieren in denen die einzelnen Module aufeinander abgestimmt sind und sich ergänzen.
  • eine Weiterbildung - zwei Abschlüsse erhalten (aber: es kann auch nur ein Abschluss erfolgen).

 

Die Weiterbildung gliedert sich in folgende Module:

Basismodule
1. Grundlagen des Case Managements (CM)
2. Das Verfahren: Fallbezogenes CM
3. Das Verfahren: Systembezogenes CM
4. Evaluation / Qualitätsmanagement

Aufbaumodule
1. Institutionelle Rahmenbedingungen in der ambulanten und stationären Versorgung
2. Zielgruppenspezifische Handlungsstrategien
3. Transfer und Abschlusspräsentation

Zusatzmodule
- Sozialrecht
- Pflegerecht

Zielgruppe:
Alle Berufsgruppen in ambulanten und stationären Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens, vor allem

  • Dipl. Sozialarbeiter/innen und - Sozialpädagogen/innen bzw. Dipl. Heilpädgogen/innen und Dipl. Pädagogen/innen (oder mit Bachelor-/Masterabschluss)
  • Dipl. Pflegewirtinnen und -wirte, Dipl. Pflegepädagoginnen und -pädagogen (oder mit Bachelor-/ Masterabschluss
  • Dipl. Pflegewissenschaftler/innen (oder mit Bachelor-/Masterabschluss)
  • Dipl. Psychologin/en (oder mit Bachelor-/Masterabschluss)
  • Absolvent/innen eines nichthumanwissenschaftlichen Studiengangs an einer Hochschule und einer mind. 2-jährigen Berufserfahrung in einem humandienstlichen Arbeitsfeld (zusätzlich müssen sie den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen im Umfang von mind. 160 Unterrichtseinheiten, davon 120 UE Beratungskompetenz und 40 UE Sozialrecht nachweisen)
  • Absolvent/innen einer Ausbildung an einer Fachschule im Sozial- und Gesundheitswesen und einer mind. 3-jährigen Berufserfahrung in einem humandienstlichen Arbeitsfeld (zusätzlich müssen sie den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen im Umfang von mind. 160 Unterrichtseinheiten, davon 120 UE Beratungskompetenz und 40 UE Sozialrecht nachweisen)
  • Absolvent/innen einer anderen Berufsausbildung im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen und einer Beschäftigungsförderung und einer mind. 6-jährigen Berufserfahrung in einem humandienstlichen Arbeitsfeld (zusätzlich müssen sie den Erwerb personaler, methodischer, beratungsrelevanter und sozialrechtlicher Kompetenzen im Umfang von mind. 240 Unterrichtseinheiten, davon 160 UE Beratungskompetenz und 40 UE Sozialrecht nachweisen)
  • Sozialversicherungsangestellte mit einer mind. 3-jähringen Berufserfahrung (zusätzlich muss zum Erwerb des/r Pflegeberaters/in nach §7a SGB XI eine Zusatzqualifikation von 100 Theoriestunden Pflegefachwissen mit einem Einsatz im praktischen Feld der ambulanten (40 Stunden) und teilstationären Pflege (16 Stunden) erworben werden)
  • Bei anderen humanwissenschaftlichen Abschlüssen z.B. Lehrer/innen, Soziologen/innen, Erzieher/innen, Theolog/innen, Mediziner/innen sind die Voraussetzungen durch die Einrichtung zu prüfen und ggf. bis zum Ende der Weiterbildung analog zu vorher genannten Berufsgruppen nachzufordern.

 

Eine entsprechende berufliche Praxis (auch Teilzeit) während der Weiterbildung im Gesundheits-/Sozialbereich oder in der Beschäftigungsförderung ist erforderlich. Detailfragen zu den Zugangsvoraussetzungen klären Sie bitte im persönlichen Gespräch.

Preis: (incl. Kosten für Skripte, Lernmittel und die Abschlussprüfung)

  • CM Basismodule 1- 4: 1.400,00 €
  • CM Aufbaumodule 1- 3: 1.200,00 €
  • Zusatzmodul Sozialrecht: 290,00 €
  • Zusatzmodul Pflegerecht: 1.000,00 €

 

Gesamtdauer: 210 Unterrichtsstunden für Basis- und Aufbaumodule (ohne Zusatzmodule)

Termine: (Alle Module sind einzeln buchbar)

  • Basismodule: 12.09.2019 - 14.12.2019
  • Aufbaumodule: 08.01. - 14.03.2020
  • Zusatzmodul Sozialrecht: 20.05. - 24.05.2019
  • Zusatzmodul Pflegeberatung: 02.04.2020 - 09.05.2020
12. September 2019 - 14. März 2020
SFW - Seminar für Fort- und Weiterbildung im Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales Nürnberg, Zollhausstr. 95, 90469 Nürnberg
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