Hypnose in der Palliative Care - Wie Sie schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen entlasten können | gesundheitsberufe.de

Hypnose in der Palliative Care - Wie Sie schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen entlasten können

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Fundierte Kenntnisse von Trance-Phänomenen und Anwendung von Hypnotherapie bereichern das Spektrum in der palliativen Versorgung erheblich. Hypnotherapie ist eine wertschätzende, ressourcenorientierte Methodik. Im sensiblen Kontakt mit den Patienten helfen Sie, persönliche „gute Orte“ oder Ereignisse zu erinnern und zu entdecken, in dem die gerade quälenden Symptome nicht vorkamen. Je nach Einschränkung können Sie hypnotherapeutisch wieder befreiend Mobilität, Vitalität, gute Luft, angenehmer Duft, Appetit, Freiheit, Sicherheit etc. in der Tiefe erfahrbar machen. Dieses nicht nur imaginierte, sondern halluzinierte Erleben kann dann eindrucksvolle Effekte auf die Symptomatik und das Vegetativum haben. Hypnotherapie ist somit vielseitig einsetzbar: Sie können damit die medizinische Behandlung der typischen in der Palliative Care vorkommenden Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Juckreiz oder Schlaflosigkeit unterstützen. Zudem kann Hypnotherapie ein hilfreiches, passendes Angebot für Patienten im Rahmen Ihrer psychosozialen und spirituellen Begleitung sein. Mit dieser Methode können Sie also wunderbar entlastend in alle vier Dimensionen - körperlich, sozial, psychisch und spirituell - der Palliative Care wirken.
 
Ziel
Im Kurs werden Ihnen Trance-Phänomene erklärt, die gerade in der Konfrontation mit lebensbedrohlichen Erkrankungen und insbesondere in der letzten Lebensphase gehäuft spontan auftreten. Sie erhalten wesentliche Kenntnisse über die Grundlagen und Praxis der Hypnosetherapie. Dabei werden exemplarisch Hypnose-Anwendungen demonstriert und eingeübt. Durch die Fortbildung sollten Sie Trancen bei Palliativ-Patienten erkennen, eventuell auch fördern oder auslösen und nutzen lernen. Nach dem Seminar ist man kein Hypnotherapeut, Sie werden aber einfache Hypnose-Anwendungen z.B. bei Dyspnoe oder Übelkeit anbieten können.
 
Inhalte der Fortbildung (u.a.)

  • Einführung in das Thema Trance, Geschichte
  • Nutzung außerhalb expliziter Hypnose
  • Hypnotische Phänomene
  • Angebot Demonstrationshypnose („nice place basis“) bzw. Gruppenhypnose
  • Induktionstechniken
  • Hypnose bei Symptomen in der Palliative Care („nice place spezifisch“)
  • Sonderfall: Hypnotische Analgesie
  • Techniken - Demo und Übungen
  • Armlevitation, nice place oder Analgesie
  • Hypnose bei Interventionen (StrTher), Reframing
  • Hypnose zur psychosozialen und spirituellen Begleitung
  • Hypnose bei Trauprozessen

 
Die Fortbildung ist als sogenanntes „externes C-Seminar“ der Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose anerkannt.
 
Abschluss
Sie erhalten ein Teilnahme-Zertifikat
 
Leitung:
Dr. med. Wolfgang Schulze
Facharzt für Strahlentherapie, Radiologie und Palliativmedizin, Medizinische Hypnose M.E.G., Master und Kursleiter Palliative Care. Weiterbildung für universitäre Palliativdozenten (Harvard University Curriculum Train the Trainer).
Er war maßgeblich am Aufbau der Palliativstation am Klinikum Bayreuth engagiert, die er als Chefarzt bis 2017 leitete. Eines seiner praktischen Forschungsinteressen ist, die Hypnotherapie in die Palliativmedizin und in die Strahlentherapie zu integrie­ren. Dazu hat er etliche Buchbeiträge zu Hypnotherapie in der Palliativverorgung publiziert. Außerdem unterrichtet er in zahl­reichen Weiterbildungskursen in Palliative Care und in Hypno­therapie
 

Zielgruppe
Ärzte/Ärztinnen, Palliative-Care-Pflegekräfte, Pflegekräfte, Mitarbeiter/innen in der Sozialen Betreuung, therapeutische Berufe, Seelsorger/innen, ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen, sonstige Interessierte in der Begleitung erkrankter Menschen.

1. Oktober 2019 - 2. Oktober 2019
Beringerweg 26, 82327 Tutzing
€ 260,00
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