Psychologe m/w/d

Informationen über: Psychologe m/w/d

Psychologen und Psychologinnen fördern die seelische Gesundheit des Menschen, helfen sie zu erhalten oder wiederherzustellen. Sie unterstützten die Patienten in Krisensituationen, bei Angstzuständen, Schmerzen, Depressionen oder Suchterscheinungen. In den Klinken oder Praxen werden Psychologen und Psychologinnen mit den unterschiedlichsten seelischen Krankheiten konfrontiert.

Bei großen Unternehmen wirken sie bei der Personalauswahl, der Personalentwicklung, der Arbeitsplatzgestaltung oder bei der Beseitigung von zwischenmenschlichen Problemen (Mobbing) mit. Bei den Beratungsstellen für Jugend und Familie helfen sie bei der Beseitigung von Verhaltensauffälligkeiten oder -störungen, bei Erziehungsproblemen und Schulschwierigkeiten; auch führen sie ggf. Therapien für Familien, Paare oder Gruppen durch. Im schulischen Bereich erarbeiten sie verschiedene Einschulungs- oder Leistungstests und beraten Lehrer bei der Vermittlung von Konflikten.

Psychologen und Psychologinnen sind unter anderem auch in der Berufsberatung, Berufsbildung, Berufsförderung, bei der Polizei, Bundeswehr, bei Beratungsgesellschaften oder Werbeagenturen beschäftigt - praktisch überall, wo Supervision, Psychotherapie und Diagnostik, Gesundheitsförderung, Gesundheitsvorsorge, Wiederherstellung der Gesundheit gefragt sind. Dazu setzen sie vielfach Interviews, Fragebögen, Persönlichkeitstests, Leistungs- und Konzentrationstests, statistische Berechnungsverfahren oder elektronische und computerunterstützte Untersuchungsmethoden ein. Viele Psychologen sind auch auf dem Gebiet Forschung und Lehre tätig.

 

 

Empfohlener Abschluss
Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife
 

Ausbildungsdauer
3-4 Jahre
 

Vergütung während der Ausbildung
unvergütet
 

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

  • Vertiefung der psychologischen Kenntnisse und Arbeitstechniken
  • Spezialisierung: z. B. Arbeits-, Betriebs- und Organisations-, Verkehrs-, Kommunikations-, Geronto-, Forensische, Klinische Psychologie, psychologische Psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
  • Weiterbildungen in den Bereichen Marktforschung, Werbung, Gesundheitswissenschaften, Rechtswissenschaften, Sozialpädagogik, Supervision, Pädagogik
  • Ausbildung zum Sozialmanager, systemischen Berater und Motologen
  • Eine wissenschaftliche Hochschulkarriere (mit einer Promotion verbunden)
  • Existenzgründung: Eigene Praxis oder Coaching von Führungskräften in Wirtschaft und Politik

 

Einsatzorte

  • Krankenhäuser
  • Rehabilitationskliniken mit psychologischem Betreuungsangebot
  • Psychologische Praxen
  • Kinder- und Erziehungsheime
  • Einrichtungen zur Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderung
  • Soziale Beratungsstellen (z.B. für Familien oder Drogenabhängige)
  • Ambulante sozialen Dienste

 


Persönliche Anforderungen
Bei diesem Beruf kommt es in besonderem Maße auf persönliche Fähigkeiten wie Kontaktbereitschaft, Menschenkenntnis, Geduld beim Zuhören, starkes Einfühlungsvermögen, Vertrauenswürdigkeit, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein sowie selbständiges, sorgfältiges und eigenverantwortliches Handeln an. Um Verhaltensweisen oder Beobachtungen in einer Gesprächssituation schriftlich festhalten zu können, bedarf es einer guten Auffassungsgabe und eines ausgeprägten logischen Denkvermögens. Bei der Zusammenarbeit mit Kollegen (z.B. Ärzten, Pädagogen, Sozialassistenten) oder Mitarbeitern ist soziale Kompetenz gefragt. Wer oft mit seelisch Erkrankten konfrontiert wird, braucht auch genügend eigene psychische Stabilität.


Studium
Das Fach Psychologie kann an Universitäten und Fachhochschulen studiert werden. Darüber hinaus wird es im Rahmen von Lehramtsstudiengängen angeboten.

Grundständige Studiengänge im Bereich Psychologie sind:

  • Angewandte Psychologie
  • Gesundheitspsychologie
  • Lehr-, Lern- und Trainingspsychologie
  • Psychologie (Schwerpunktbildung mit verschiedenen Fachgebieten möglich, z.B. Allgemeine Psychologie und Biopsychologie, Arbeitspsychologie, Differentielle und Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie, Organisationspsychologie, Sozialpsychologie)
  • Psychologie und mentale Gesundheit

 

Häufig ist anschließend an das Bachelorstudium ein direkter Berufseinstieg möglich. Führungspositionen, spezialisierte Aufgabenstellungen oder Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig ein Masterstudium voraus. Das kann im Anschluss an den Bachelorstudiengang absolviert werden. Es dauert etwa 1-2 Jahre.


Empfohlene Literatur

Psychologie (Springer-Lehrbuch) Psychotherapie und Psychosomatik: Ein Lehrbuch auf psychoanalytischer Grundlage

 

Weiterführende Informationen

  • Berufsverband Deutscher Psychiater e.V. (BVDP)
  • Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)
  • Berufsverband für Beratung, Pädagogik & Psychotherapie 
e.V. (BVPPT)
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft 
(DFG)
  • Deutsche Gesellschaft für
Psychologie
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)
  • Deutsche PsychotherapeutenVereinigung 
(DPtV)
  • Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP e.V.

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