Glossar Gesundheitsberufe.de

Unser Glossar

In unserem Glossar erhälst Du eine Übersicht über die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Gesundheitsberufe. Unsere Seite befindet sich momentan noch im Aufbau, daher wird auch das Glossar noch erweitert.

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A


DasDeutsche Ärzteblatt ist ein offizielles Publikationsorgan der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Gegründet wurde es im Jahr 1872. Herausgegeben wird es von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das einmal wöchentlich erscheinende Magazin wird an alle Ärztinnen und Ärzte, die in Deutschland praktizieren, versendet. Es erreicht eine Auflage von mehr als 370.000 Exemplaren.

Seit einigen Jahren gibt es Akademisierungsbestrebungen verschiedener Gesundheitsfachberufe in Form von Hochschulausbildungsgängen, wie zum Beispiel Pflegestudiengänge oder die Ausbildung zum Orthoptisten. Zudem gibt es Bestrebungen, den Abschluss eines Gesundheitsfachberufes als Voraussetzung für ein Hochschulstudium anzuerkennen. Für die wissenschaftliche Untermauerung pflegerischer Tätigkeiten und die Professionalisierung stellt die Akademisierung ein unverzichtbares Element dar. Der Akademisierungsprozess in der Pflege hat in Deutschland im internationalen Vergleich erst mit zeitlicher Verzögerung von mehreren Jahrzehnten in den 1990er Jahren begonnen.


Zur Gruppe der sog. ambulanten Leistungserbringer zählen all jene Personen und Einrichtungen, die ambulant Leistungen erbringen, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt wird. Neben niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zählen auch Angehörige anderer Gesundheitsberufe – zu denken ist hier etwa an Ergo- oder Physiotherapie – sowie Apotheken und Pflegedienste zur genannten Gruppe.


Bei der Approbation handelt es sich um die staatliche Erlaubnis, einem reglementierten Heilberuf nachzugehen. Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Tierärztinnen und Tierärzte benötigen eine Approbation, um ihrem Beruf nachgehen zu dürfen. In Deutschland existiert neben der Approbation auch eine Heilerlaubnis, die das Ausüben der Heilkunde ohne Approbation gestattet. Diese wird an Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker vergeben.

B

Ein Berufsbild stellt die detaillierte Beschreibung eines spezifischen Berufs dar. Es umfasst somit alle wissenswerten und relevanten Informationen wie Voraussetzungen und Qualifikationen, Inhalte der Ausbildung/des Studiums, Dauer der Ausbildung/des Studiums, persönliche Eigenschaften, Gehaltsaussichten, Einsatzgebiete und Aufstiegschancen. Anhand der Beschreibung des Berufsbildes kannst Du daher feststellen, ob dieser Beruf für Dich in Frage kommt und zu Deinen Interessen passt.
Ein Berufsfeld umfasst alle Berufsbilder einer Fachrichtung. Anhand von Berufsfeldern kann man sich einen guten Überblick verschaffen, welche Berufe in der Gesundheitswirtschaft den eigenen Interessen entsprechen. Berufsfelder dienen vor allem der beruflichen Orientierung. Sie zeigen zum Beispiel, in welche Richtung es bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes gehen kann.
Die Bildungsanbieter bzw. Bildungsträger sind Einrichtungen, die Dir die Möglichkeit einer Aus- und Weiterbildung oder Umschulung anbieten. Dies bedeutet, dass du an dem Lehrort des entsprechenden Bildungsanbieters Deine Ausbildung, Dein Studium oder Deine Weiterbildung etc. absolvieren kannst. Beispielsweise findest Du auf unserer Seite die Akademie für Gesundheitsberufe oder die Albert-Ludwigs-Universität als Bildungsanbieter. Viele weitere Bildungsträger findest Du über den Reiter "Bildungsanbieter".
Ein Bildungsangebot wird von einem Bildungsanbieter bzw. Bildungsträger gestellt. Es stellt ein spezifisches Angebot für eine Ausbildung, ein Studium, eine Fort- oder Weiterbildung einer spezifischen Fachrichtung dar. Außerdem kann ein Bildungsangebot in verschiedenen Bildungs- bzw. Lernformen gestellt werden wie zum Beispiel in Form eines Studiums, einer Ausbildung, einer Weiterbildung etc. sowie in Teil- oder Vollzeit. Ein Bildungsangebot in dem Bereich der Gesundheitswirtschaft stellt zum Beispiel das Studium "Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen" oder die Ausbildung "Altenpfleger/in" dar.
Die Bildungs- und Lernform definiert, ob es sich um eine Ausbildung, ein Präsenzstudium, ein Fernstudium, ein Duales Studium, eine Weiterbildung, eine Fortbildung oder ein Seminar handelt. Darüber hinaus kann in Voll- und Teilzeit unterschieden werden sowie in berufsbegleitend oder Blended learning.
"Blended Learning“ stellt eine Lernform dar, welche besonders durch die Abwechslung von Praxisseminaren sowie modernen und spannenden E-Learning Angeboten geprägt ist. Angewendet wird diese Lernform beispielsweise im Studium, in einer Ausbildung, in Weiterbildungen oder in Seminaren. Durch diese Lernform kannst Du Deinen Lernprozess vielfältig und spannend gestalten, sodass Deine Motivation erhalten bleibt. Außerdem bietet sie den Vorteil, dass Du einerseits zum eigenständigen Lernen angeregt wirst. Andererseits bietet Dir diese Lernform die Möglichkeit in Praxisphasen Kontakte zu anderen Lernenden zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen oder konkrete Fragen an den Lehrenden zu stellen.

G

Der Beruf des Gesundheitsmanagers bzw. der Gesundheitsmanagerin ist nicht reglementiert. Weder das Tätigkeitsfeld noch der Ausbildungsweg sind gesetzlich vorgegeben. In der Praxis arbeiten Gesundheitsmanagerinnen und -manager in der Regel in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und übernehmen dort betriebswirtschaftliche Steuerungsaufgaben. Daneben finden sie Arbeit in Unternehmen und im öffentlichen Dienst, wo sie vor allem für die Gesundheitsförderung verantwortlich sind und sich mit Präventionsangeboten sowie Gesundheitsfragen im betrieblichen Kontext beschäftigen.

H


Zu den Heilberufen zählen all jene Berufe, die auf die Feststellung, Linderung oder Heilung von Krankheiten zielen. In Deutschland fallen unter anderem die folgenden Berufe in diese Kategorie:

  • Arzt bzw. Ärztin
  • Zahnarzt bzw. Zahnärztin
  • Psychologischer Psychotherapeut bzw. Psychologische Psychotherapeutin
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
  • Apotheker bzw. Apothekerin
  • Tierarzt bzw. Tierärztin
  • Physiotherapeut bzw. Physiotherapeutin
  • Ergotherapeut bzw. Ergotherapeutin
  • Logopäde bzw. Logopädin
  • Pflegefachperson in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege
  • Hebamme bzw. Entbindungspfleger
  • Podologe bzw. Podologin
  • Orthoptist bzw. Orthoptistin
  • Diätassistent bzw. Diätassistentin
  • Heilpraktiker bzw. Heilpraktikerin

Daneben zählt eine Reihe weiterer Gesundheitsberufe zu den Heilberufen – so etwa einige medizinische Assistenzberufe sowie einige Berufe im Rettungswesen.

K

Das Krankenkassensystem ist in Deutschland zweigeteilt: Neben den gesetzlichen Krankenversicherungen existieren private Krankenkassen. Beide versichern ihre Mitglieder gegen die mit Erkrankungen einhergehenden finanziellen Risiken und übernehmen anfallende Behandlungs- sowie Folgekosten. Während der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gesetzlich geregelt ist, können die privaten Krankenkassen ihre Tarife frei gestalten.

P

Das Spektrum der Pflegeberufe ist inzwischen recht breit. Mit einer entsprechenden Pflegeausbildung kannst du in den unterschiedlichsten Einrichtungen tätig sein: Mögliche Arbeitsfelder im Pflegeberuf: - Altenpflegeheime oder Seniorenheime - Wohnheime für Menschen mit Behinderungen - Kindertagesstätten - Fachkliniken und Krankenhäuser - Ambulante Dienste - Gesundheitszentren - Sozialedienstleiter

"Gesundheitsberufe.de auf's Ohr" ist unser Podcast, der regelmässig über die Themen Beruf, Bildung & Karriere in der Gesundheitswirtschaft berichten. Sie finden den Podcast u.a. auch hier: https://podcast.gesundheitsberufe.de

In Deutschland herrscht Krankenversicherungspflicht. Die meisten Menschen sind Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Unter bestimmten Umständen kann jedoch in eine private Krankenversicherung gewechselt werden. Voraussetzung für den Wechsel ist eine selbstständige Tätigkeit, die nicht im landwirtschaftlichen, künstlerischen, publizistischen oder verkammerten Bereich angesiedelt ist, eine Berufstätigkeit, bei der eine jährlich neu festgelegte Einkommensgrenze überschritten wird, oder eine Beschäftigung als Beamtin bzw. Beamter. Die Tarife und Konditionen der privaten Krankenversicherung sind nicht gesetzlich geregelt, sondern können grundsätzlich frei festgelegt und gewählt werden.

S

Zur Gruppe der sog. stationären Leistungserbringer zählen all jene Institutionen, die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen im stationären Rahmen anbieten. In erster Linie ist hier an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu denken.

V

Ein Verband ist eine natürliche oder juristische Personenvereinigung. Verbandsmitglieder verfolgen freiwillig gemeinsame Interessen und Ziele, die sie zusammen beschlossen haben. Ein Verband verfügt über eine festgelegte interne Organisationsstruktur, die als Grundlage für eine privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche Satzung dient.