Gemeinschaftliche Ausbildung von Ärzten mit Fachpersonal anderer Gesundheitsberufe

Gemeinschaftliche Ausbildung von Ärzten mit Fachpersonal anderer Gesundheitsberufe

05/20/2021

Die Hochschule für Gesundheit in Bochum und die Universität Witten/Herdecke stärken Zusammenarbeit.

„Es zeigt sich, dass interdisziplinäre Teams im Gesundheitssektor eine Bereicherung für die Patientinnen und Patienten darstellen, weil aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Gesundheitslage analysiert werden kann und so eine ganzheitliche Versorgung gewährleistet wird. Deshalb ist die Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum eine echte Bereicherung für unsere Studierenden“, erklärte Prof. Dr. Martin Butzlaff als Präsident die Vorteile für die UW/H. Und sein Gegenüber in der Hochschule für Gesundheit, Prof. Dr. Christian Timmreck, ergänzt: „In den gemeinsamen Studienabschnitten lernen die Studierenden, gleichberechtigt mit den Fachkräften der benachbarten Disziplinen zu arbeiten. Dafür benötigen sie ein Bewusstsein für die jeweilige Haltung, das Denken, die Kommunikation und die Aufgabenbereiche der Kolleg*innen aus den anderen Gesundheitsdisziplinen.“

Im Bereich der interprofessionellen Bildung (InterProfessional Education, IPE) kooperiert die Hochschule für Gesundheit seit vielen Jahren mit der UW/H. So gibt es beispielsweise gemeinsame Veranstaltungen, an denen Studierende der primärqualifizierenden Studiengänge Ergotherapie, Hebammenwissenschaft, Logopädie, Pflege und Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit gemeinsam mit den Pathologie, Physiologie und Pathopsychologie, Biochemie und Pathobiochemie, Pharmakologie, Toxikologie und Mikrobiologie aufbaut. </p>">Medizin-Studierenden der UW/H teilnehmen. Diese Seminartage sind fest in den Lehrplan integriert und finden abwechselnd in Bochum oder Witten statt.

Der nächste Termin für eine gemeinsame Veranstaltung ist der 21. Mai 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie wird online teils in der großen Gruppe und teils in Kleingruppen gearbeitet. An diesem Tag geht es beispielsweise primär um das Thema Schlaganfall – und zwar unter den Herausforderungen eines interkulturellen Kontextes.

„Viel zu lange schon werden die angehenden Akteur*innen in der Gesundheitsversorgung in ihren Silos ausgebildet, was auch ein Grund dafür ist, dass wir kaum sektorenübergreifende Versorgungskonzepte in der Praxis haben. Mit dieser Kooperation haben wir nun etwas etabliert, was selbstverständlich scheint, aber in Deutschland eine Innovation ist. Angehende Pathologie, Physiologie und Pathopsychologie, Biochemie und Pathobiochemie, Pharmakologie, Toxikologie und Mikrobiologie aufbaut. </p>">Mediziner*innen, Pflegefachpersonen, Hebammen sowie Therapeut*innen lernen gemeinsam voneinander, miteinander und übereinander“, betonte Prof. Dr. André Posenau, der an der Hochschule für Gesundheit das interprofessionelle Projekt leitet.

Seit über zehn Jahren arbeiten die damals neu gegründete Hochschule für Gesundheit und die Universität Witten/Herdecke zusammen. Die im Jahr 2016 unterschriebene Kooperation wurde jetzt entfristet. In der Vereinbarung ist geregelt, Lehrende auszutauschen, gemeinsame studentische Fachtagungen zu veranstalten, ein Summer-School-Angebot sowie Ringvorlesungen im Bereich der Weiterbildung zu entwickeln und durchzuführen.

So haben zum Beispiel am 21. April 2021 an einem interprofessionellen Tag 15 Studierende des Studiengangs Humanmedizin der UW/H und 24 erfahrene Hebammen beziehungsweise Studierende des Bachelorstudiengangs ‚Hebammenkunde nachqualifizierend‘ der Hochschule für Gesundheit gemeinsam an einem Modul im virtuellen Format teilgenommen: https://www.hs-gesundheit.de/aktuelles/details/hebammenkunde-nachqualifizierend-trifft-humanmedizin

Die Hochschule für Gesundheit mit ihrem Standort in Bochum wurde im Jahr 2019 10 Jahre alt! Vor 10 Jahren wurde diese für verschiedene Gesundheitsberufe gegründet und umfasste Studiengänge wie die: Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Hebammenkunde und Pflege. Im Laufe dieser Zeit hat die hsg Bochum das Studienangebot erweitert und bietet ein breites Spektrum!

Quelle: http://www.hs-gesundheit.de/

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