Smart Health: Welche neuen Qualifikationen Gesundheitsberufe jetzt brauchen
Das Gesundheitswesen befindet sich in Deutschland in einer Transformationsphase: Nicht nur aufgrund der seit vielen Jahren schon steigenden Kosten und bedingt durch Personalnotstände in vielen Gesundheitsberufen, sondern auch, weil sich die Arbeit vieler Gesundheitsberufe verändert. Arbeitnehmende, die einen Quereinstieg in Betracht ziehen oder sich beruflich innerhalb des Gesundheitswesens neu orientieren möchten, müssen fortan neben der bisherigen auch noch digitale Expertise mitbringen.
Daten werden auch im Gesundheitssystem noch wichtiger
Während die Bundesregierung weiter an der großen Gesundheitsreform arbeitet und sich gegen die schon in vielen Regionen Deutschlands Widerstand regt, befindet sich zugleich die Infrastruktur in Krankenhäusern und Praxen im Umbruch. Bedingt durch den Einsatz neuer technologischer Systeme, wird digitale Kompetenz in vielen Gesundheitsberufen zu einem Schlüsselkriterium. Fachkräfte müssen dabei nicht "nur" die Grundregeln von Cybersicherheit und digitalem Datenschutz verstehen, sondern kommen auch mit revolutionären Systemen in Kontakt. Dazu gehört unter anderem die KI-assistierte Diagnostik, die vor allem in der Radiologie schon intensiv genutzt wird. KI-gestützte Systeme könnten beispielsweise CT- und MRT-Bilder oder Röntgenaufnahmen auswerten, auch 3D-DVT-Aufnahmen sind in einigen zahnmedizinischen Praxen schon angekommen.
"Digitale Zwillinge" sind in der Medizin heute nicht mehr so selten. Dabei wird mithilfe von 3D-Scannern gewissermaßen ein Abbild der Patienten erstellt, das anschließend unter anderem für die detaillierte Planung komplexer Eingriffe herangezogen wird. Typisch ist das unter anderem in der Zahnmedizin, wo dafür spezielle intraorale 3D-Scanner genutzt werden. Fachkräfte können ihren eigenen Marktwert steigern, wenn sie mit diesen Systemen umzugehen wissen. Selbiges gilt für den Zugriff auf Telemedizin-Systeme: Da spielt nicht nur die technologische Kompetenz eine Schlüsselrolle, zugleich müssen sich alle Beschäftigten des Gesundheitswesens mental umstellen - denn Kommunikation und Empathie funktionieren über Live-Streams etwas anders als unmittelbar vor Ort in der Praxis.
Smart Health ist vielseitig - und für Patienten gut erkennbar
Das Spektrum der "Smart Health" ist ausgesprochen vielfältig. Charakteristisch dafür ist, dass es nicht nur unmittelbar die Praxen, Ärzte und Gesundheitsberufe, sondern auch Patienten selbst betrifft. Wenigstens einige der nachfolgenden Technologien werden Patienten heute bereits in vielen Gesundheitseinrichtungen vorfinden:
- elektronische Patientenakten
- verschiedene digitale Gesundheitsanwendungen
- Gesundheits-Apps und Wearables, die fortlaufend essentielle Daten ermitteln
- eine stimmige Vernetzung der medizinischen Infrastruktur
- Telemedizin-Angebote
Ebenso natürlich wie die schon erwähnten KI-gestützten Systeme und 3D-Modelle. In modernen Praxen, wie der Zahnarztpraxis von Dr. Grahnheis, werden solche Themen schon länger aufgegriffen. Wer darüber mehr erfahren möchte, kann sogar in den praxiseigenen Podcast hineinhören - wo unter anderem auch Themen wie KI in der Zahnmedizin besprochen werden.
Mitarbeitende im Gesundheitswesen erhalten neue Aufgaben
Verändern sich die Prozesse und Ausstattungen in gesundheitlichen Einrichtungen, geht damit automatisch eine Veränderung des Arbeitsalltags für die jeweiligen Gesundheitsberufe einher. Medizinische Fachkräfte bilden heute vielmals eine wichtige Schnittstelle: Sie kommunizieren beispielsweise gegenüber MedTech-Unternehmen und Entwicklern, welche Funktionen noch notwendig sind oder an welchen Stellen die Technologie im Praxisalltag hakt. Die Soft- und Hardwareanbieter können dann entsprechende Änderungen auf den Weg bringen, um die Systeme noch stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse der medizinischen Fachkräfte und des Ärztepersonals anzupassen
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