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Universität Bielefeld - Fakultät für Gesundheitswissenschaften

Die Bielefelder Fakultät für Gesundheitswissenschaften wurde nach dem Muster unabhängi­ger „Schools of Public Health“ als „Professional School“ (im Unterschied zu einer „Academic School“) mit der Ausrichtung auf berufsverwertbare Grundlagenforschung und Lehre gegrün­det. Sie ist damit in der deutschen Tradition ein Fachbereich neuer Art, der nicht – wie „Aca­demic Schools“ – als monodisziplinäre Lehr- und Forschungseinheit arbeitet, sondern einer interdisziplinären und problemorientierten Arbeitsweise folgt.

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften ist bislang der einzige eigenständige Fachbereich dieser Art mit dem bundesweit ersten Studiengang mit dem international standardisierten Abschluss „Master of Public Health“. 1989 existierte dieser zunächst in Gestalt eines Aufbaustudienganges mit dem Abschluss Diplom in Gesundheitswissenschaften aus dem sich innerhalb von fünf Jahren das Potenzial ergeben hat, 1994 die Fakultät für Gesundheitswissenschaften zu gründen. Anderen Universitäten in Deutschland ist es bislang trotz vielfältiger Bemühungen nicht ge­lungen, die institutionellen Strukturen aufzubauen, um einen Fachbereich nach dem internatio­nal verbreiteten Muster einer „School of Public Health“ zu etablieren.

Um eine eigenständige School of Public Health zu etablieren, war es von Anfang an notwen­dig, alle für Gesundheitswissenschaften/ Public Health relevanten wissenschaftlichen Bezugs­disziplinen innerhalb eines Fachbereiches anzubieten. Im Unterschied zu den meisten Fakultäten der Universität Bielefeld handelt es sich bei der Fakultät für Gesundheitswissenschaften um einen Fachbereich, bei dem nicht nur eine einzelne wissenschaftliche Disziplin als Referenzrahmen für die Strukturplanung zur Verfügung steht. Vielmehr wird der Fachbereich aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gespeist, die als solche oft nicht in ihrer ganzen Breite an der Universität vertreten sind. Das Gemeinsame und Verbindende der Disziplinen ist das Erkenntnisinteresse am Forschungsgegenstand „Bevölkerungsbezo­gene Gesundheit“.

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