Atemtherapeut [m|w] | gesundheitsberufe.de

Atemtherapeut [m|w]

Jürgen Reitböck  / pixelio.de

Der Atem des Menschen ist eine der wichtigsten Vitalfunktionen. Der Atem ist ganz nah mit physischen und psychischen Vorgängen des Menschen vernetzt. Durch gezieltes Atemtraining wird die Balance von Körper, Seele und Geist wieder hergestellt. Den Atem haben wir unser Leben lang dabei und können immer damit arbeiten. Die Selbsterfahrung der Atemschulung vermittelt uns die Wirkung einer langen und gleichmäßigen Atmung. Sie lernen unterschiedliche Atemübungen kennen und erleben die Wirkung direkt.

Atemtherapeuten und -therapeutinnen zeigen Wege auf, mit Atmung und Stimme richtig umzugehen und beides bewusster einsetzen zu können. Zu ihren atemtherapeutischen Maßnahmen zählen unter anderem Tonisierungs- sowie Haltungsübungen und spezielle Gymnastik. Darüber hinaus wenden sie Atemmassagen, Atem-Brustkorb-Übungen oder Atem- und Stimmübungen in Verbindung mit Artikulationsübungen an. Mit diesen Maßnahmen zielen sie darauf ab, die Atemtechnik systematisch so zu entwickeln, dass die Patienten den alltäglichen Anforderungen gewachsen sind. Nach der Befunderhebung erstellen sie individuelle Behandlungspläne, besprechen mit den Patienten die Therapie, motivieren sie und leiten sie an. Zum Teil entwickeln sie auch Therapievorschläge und -alternativen als Entscheidungsgrundlage für die verordnenden Ärzte und Ärztinnen.

 

 

 

Empfohlener Abschluss

Für diese Weiterbildung ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben.
Die Bildungsträger legen eigene Zugangskriterien fest. Teilweise werden Vorkenntnisse oder eine dem Atemtherapeutenberuf zuträgliche abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt.
Bewerber/innen sollten in der Regel mindestens 25 Jahre alt sein.

 

Ausbildungsdauer
Die Dauer der Weiterbildung ist sehr unterschiedlich. Je nach Art der Lehrgänge (Teilzeitlehrgänge, z.T. auch Blockunterricht) und je nach Bildungsanbieter können Bildungsgänge 5 Monate bis 5 Jahre dauern.

Vergütung während der Ausbildung
Eine Vergütung wird nicht gezahlt.

 

Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf

  • Nach ihrer Weiterbildung müssen sich die Atemtherapeuten und Atemtherapeutinnen meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie in Frage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von der Physiotherapie über die Sprachtherapie bis hin zur Logopädie.
  • Um den Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, müssen Atemtherapeuten und Atemtherapeutinnen ihr Wissen stets aktuell halten und ihre Fachkenntnisse erweitern.
  • Wer beruflich vorankommen will, kann ein Studium in Betracht ziehen.
  • Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich: Atemtherapeuten und Atemtherapeutinnen können z.B. eine eigene atemtherapeutische Praxis gründen.

 

Einsatzorte

  • in Praxen, in denen Atemtherapie angeboten wird
  • in Rehabilitationskliniken

 

Empfohlene Literatur

Atem-Entspannung: Soforthilfe bei inneren und äußeren Spannungen; über 70 einfache Übungen

 

Bildquellenangabe: Jürgen Reitböck  / pixelio.de

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