Glossar Gesundheitsberufe.de

Unser Glossar

In unserem Glossar erhältst du eine Übersicht über die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Beruf, Ausbildung, Weiterbildung und Karriere in der Gesundheitswirtschaft. Um weiterführende Informationen zu bekommen, folge einfach den Links. Insgesamt arbeiten ca. 5,7 Millionen Menschen im Gesundheitswesen (Stand 2020) - auf unseren Seiten findest du Hinweise auf über 240 Berufsbildern in diesem stark wachsenden Bereich.

Unsere Seite befindet sich momentan noch im Aufbau, daher wird auch das Glossar auch ständig erweitert.

A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W Z

A


Das Deutsche Ärzteblatt ist ein offizielles Publikationsorgan der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Gegründet wurde es im Jahr 1872. Herausgegeben wird es von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das einmal wöchentlich erscheinende Magazin wird an alle Ärztinnen und Ärzte, die in Deutschland praktizieren, versendet. Es erreicht eine Auflage von mehr als 370.000 Exemplaren.

Seit einigen Jahren gibt es Akademisierungsbestrebungen verschiedener Gesundheitsfachberufe in Form von Hochschulausbildungsgängen, wie zum Beispiel Pflegestudiengänge oder die Ausbildung zum Orthoptisten. Zudem gibt es Bestrebungen, den Abschluss eines Gesundheitsfachberufes als Voraussetzung für ein Hochschulstudium anzuerkennen. Für die wissenschaftliche Untermauerung pflegerischer Tätigkeiten und die Professionalisierung stellt die Akademisierung ein unverzichtbares Element dar. Der Akademisierungsprozess in der Pflege hat in Deutschland im internationalen Vergleich erst mit zeitlicher Verzögerung von mehreren Jahrzehnten in den 1990er Jahren begonnen.

Die Akupunktur bezeichnet eine der ältesten Therapieformen und kommt aus der chinesischen Medizin. Sie gehört nicht zu Methoden der Schulmedizin.

Durch die Akupunktur soll Gleichgewicht hergestellt werden. Ein Ungleichgewicht drückt sich unterschiedlich bei Menschen aus: Erkältung, Rückenschmerzen, Schlafstörungen etc.

Durch das Einstechen von dünnen Nadeln sollen blockierte Energien im Körper wieder frei fließen können. Ziel ist es, Entspannung, Schmerzfreiheit und Verbesserung von Stoffwechselfunktionen zu erreichen. Akupunktur dürfen nur Ärztesowie Heilpraktiker anbieten, die sich entsprechend qualifiziert haben.

Die Algesiologie, auch bekannt als Schmerzheilkunde, ist ein fachübergreifendes, interdisziplinäres Tätigkeitsfeld der Medizin und beschäftigt sich tiergehend mit der Heilung und Linderung von Schmerzen. Das Berufsbild des Algesiologen therapiert chronisch schmerzkranke Patienten.

Unter der Allergologie versteht man eine medizinische Fachrichtung, welche sich mit Allergien beschäftigt. Ein Arzt, welcher sich im Bereich der Allergologie weitergebildet hat, wird als Allergologe betitelt.

Die Allgemeinmedizin bezeichnet ein Fachgebiet der Medizin, welche sich mit dem gesamten menschlichen Lebensbereich, der Erkennung und Behandlung von Krankheiten und der Gesundheitsführung der Patienten beschäftigt, jedoch unabhängig von Alter und Geschlecht der Person. Um Allgemeinmediziner zu werden, muss eine fünfjährige Weiterbildung in mehreren Fächern erfolgen. Nach erfolgreichen abschließen erhält man den Titel "Facharzt für Allgemeinmedizin". Häufig besitzen Allgemeinmediziner ihre eigene Praxis und werden auch als Hausarzt bezeichnet.

Die Alternativmedizin ist eine Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Behandlungsmethoden der Medizin und wird aufgrund dessen auch als Komplementärmedizin bezeichnet, da sie eine Alternative darstellt. Dazu zählen Naturheilverfahren, Entspannungsverfahren, aber auch die Osteopathie.


Zur Gruppe der sog. ambulanten Leistungserbringer zählen all jene Personen und Einrichtungen, die ambulant Leistungen erbringen, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt wird. Neben niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zählen auch Angehörige anderer Gesundheitsberufe – zu denken ist hier etwa an Ergotherapie oder Physiotherapie – sowie Apotheken und Pflegedienste zur genannten Gruppe.

Unter einer ambulanten Versorgung versteht man eine medizinische Versorgung, welche sich durch zwei Bereiche definiert: die ambulante und die stationäre Versorgung. Eine ambulante Versorgung kann von Haus- und Fachärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten erbracht werden, meint also alle Versorgungsleistungen, die nicht von Krankenhäusern und Kliniken durchgeführt werden. Zu der ambulanten Versorgung gehören die vom Arzt verordneten Arzneimittel und Hilfsmittel, darunter fallen zum Beispiel Hörgeräte oder Heilmittel wie Krankengymnastik.

Unter Anästhesie versteht man einen Zustand, in dem der gesamte Körper oder einzelne Körperregionen durch Medikamente für eine bestimmte Dauer in Narkose versetzt werden, in dem keine Schmerzen empfunden werden. Der Begriff kommt aus dem griechischen und bedeutet "ohne Empfindung" bzw. "ohne Wahrnehmung" und wird umgangssprachlich als Narkose oder Betäubung betitelt. Anästhesie-Technische Assistenten kümmern sich um die Patienten und beobachten den Patienten während einer Anästhesie, sodass alles sicher durchgeführt wird.

Die Anästhesiologie beschreibt die Lehre der Methoden der Bewusstseinausschaltung, der Schmerztherapie, der Intensivmedizin und der Notfallmedizin.

Die Anatomie bezeichnet die Lehre vom Aufbau des menschlichen Körpers und seiner Gewebe als auch die Entwicklung. Basis ist die Analyse der Präparation bzw. Sektion von Leichen aus wissenschaftlichen Gründen. Das Berufsbild, welches bei Sektionen mitwirkt und Organe, Gewebe und Skelettteile analysiert ist der Medizinische Sektions- und Präparationsassistent.


Bei der Approbation handelt es sich um die staatliche Erlaubnis, einem reglementierten Heilberuf nachzugehen. Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Tierärztinnen und Tierärzte benötigen eine Approbation, um ihrem Beruf nachgehen zu dürfen. In Deutschland existiert neben der Approbation auch eine Heilerlaubnis, die das Ausüben der Heilkunde ohne Approbation gestattet. Diese wird an Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker vergeben.

Die Arbeitsmedizin bezeichnet einen Teilbereich der Arbeitswissenschaft und beschäftigt sich mit dem Einfluss der Arbeit auf den Menschen. Im Mittelpunkt steht der Erhalt und die Förderung der physischen und psychischen Gesundheit und Leistungsfähigkeit des arbeitenden Menschen, die Vorbeugung und Erkennung sowie Behandlung und Begutachtung.

Unter Arzneimittel versteht man Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die als Prophylaxe bzw. zur Therapie am menschlichen oder tierischen Körper angewendet werden. Arzneimittel werden für verschiedene Krankheiten eingesetzt und sollen den Körper heilen und auch die Symptome lindern. Umgangssprachlich spricht man auch von "Medikamenten".

Stoffe, die zu den Arzneimitteln gehören sind zum Beispiel

  • chemische Elemente und Verbindungen; natürlich vorkommende Gemische und Lösungen
  • Pflanzen, -teile, -bestandteile, Algen, Pilze und Flechten
  • Tierkörper, Körperteile, -bestandteile sowie menschliche und tierische Stoffwechselprodukte
  • Mikroorganismen inkl. Viren sowie Bestandteile oder Stoffwechselprodukte

Unter dem Arztinformationssystem, auch Arztpraxissoftware bezeichnet, versteht man eine Branchensoftware, die Verwaltung, Organisation und den Betrieb von Arztpraxen unterstützen. Somit ersetzt das Arztinformationssystem die Führung von Karteikarten auf Papier. Dazu gehören:

  • Dokumentation von Anamnese, Befund, Diagnose, Laborwerten
  • Terminverwaltung
  • Medikamentenverwaltung
  • Verwaltung von Dokumenten
  • usw...

Asymptomatisch bedeutet, dass es keine erkennbaren Symptome gibt bei einem Patient, der Beschwerden aufweist, in Form einer Krankheit oder Infektion. Man spricht also von einem asymptomatischen Verlauf, wenn im gesamten Krankheitsverlauf keine erkennbaren Symptome vorliegen.

Die Augenheilkunde, auch Ophthalmologie genannt, bezeichnet die Lehre von Augenkrankheiten. Typische Aufgabenbereiche fallen in der Ophthalmologie an:

  • Erkrankungen der Augenhinterkammer und der Linse
  • Erkrankungen des Sehnervs
  • Erkrankungen der Lider
  • ...

So kommt es häufig bei Patienten zu Sehproblemen. Das Berufsbild des Augenoptikers bearbeitet, repariert und verkauft Brillen, optische Geräte oder Instrumente aus Glas, Kunststoff und Metall und berät Kunden.

B

Die Bakteriologie beschreibt die Wissenschaft, die sich aus den Bestandteilen "Stäbchen" und der "Lehre" zusammensetzen. Bakterien bilden eine der drei großen Hauptdomänen für die gesamten Lebewesen. Somit wird die Bakteriologie als Teilgebiet der Mikrobiologie bezeichnet.

Berufsbilder, welche im Berufsbild Biotech / Biologie vorkommen sind:

Eine berufliche Fortbildung bezeichnet die Möglichkeit eines einzelnen, seine berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten im bisherigen Beruf zu erweitern, um seine Qualifikation der Entwicklung anzupassen (Anpassungsfortbildung) oder einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen (Aufstiegsfortbildung).

Eine Person besitzt einen Berufsabschluss, wenn sie eine Berufsausbildung erfolgreich beendet und die staatlich anerkannte Abschlussprüfung bestanden hat. Nachgewiesen wird der Berufsabschluss durch ein Zeugnis.

Eine Berufsausbildung findet in einem geregelten Beruf statt. Auszubildende lernen in einer Ausbildung alle erforderlichen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten von Berufsausbildung: der dualen Berufsausbildung oder der schulischen Berufsausbildung. Die duale Berufsausbildung findet in einem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die schulische Ausbildung findet hingegeben an einer Berufsfachschule oder an einer beruflichen Schule statt.

Eine klassische Berufsausbildung dauert in Deutschland 2 - 3,5 Jahre.

Eine Berufsausbildung ist die Ausübung eines Berufs bzw. das Arbeiten in einem erlernten Beruf.

Ein Berufsbild stellt die detaillierte Beschreibung eines spezifischen Berufs dar. Es umfasst somit alle wissenswerten und relevanten Informationen wie Voraussetzungen und Qualifikationen, Inhalte der Ausbildung/des Studiums, Dauer der Ausbildung/des Studiums, persönliche Eigenschaften, Gehaltsaussichten, Einsatzgebiete und Aufstiegschancen. Anhand der Beschreibung des Berufsbildes kannst Du daher feststellen, ob dieser Beruf für Dich in Frage kommt und zu Deinen Interessen passt.

Eine Berufsfachschule ist eine Form der beruflichen Schulen. Hier können Schüler einen kompletten schulischen Ausbildungsberuf lernen. Es gibt aber auch andere Angebote einer Berufsfachschule, bei denen zum Beispiel nur Teile der Berufsausbildung unterrichtet werden.

Ein Berufsfeld umfasst alle Berufsbilder einer Fachrichtung. Anhand von Berufsfeldern kann man sich einen guten Überblick verschaffen, welche Berufe in der Gesundheitswirtschaft den eigenen Interessen entsprechen. Berufsfelder dienen vor allem der beruflichen Orientierung. Sie zeigen zum Beispiel, in welche Richtung es bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes gehen kann.

Die Bildungsanbieter bzw. Bildungsträger sind Einrichtungen, die Dir die Möglichkeit einer Aus- und Weiterbildung oder Umschulung anbieten. Dies bedeutet, dass du an dem Lehrort des entsprechenden Bildungsanbieters Deine Ausbildung, Dein Studium oder Deine Weiterbildung etc. absolvieren kannst. Beispielsweise findest Du auf unserer Seite die Akademie für Gesundheitsberufe oder die Albert-Ludwigs-Universität als Bildungsanbieter. Viele weitere Bildungsträger findest Du über den Reiter "Bildungsanbieter".

Ein Bildungsangebot wird von einem Bildungsanbieter bzw. Bildungsträger gestellt. Es stellt ein spezifisches Angebot für eine Ausbildung, ein Studium, eine Fort- oder Weiterbildung einer spezifischen Fachrichtung dar. Außerdem kann ein Bildungsangebot in verschiedenen Bildungs- bzw. Lernformen gestellt werden wie zum Beispiel in Form eines Studiums, einer Ausbildung, einer Weiterbildung etc. sowie in Teil- oder Vollzeit. Ein Bildungsangebot in dem Bereich der Gesundheitswirtschaft stellt zum Beispiel das Studium "Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen" oder die Ausbildung "Altenpfleger/in" dar.

Die Bildungs- und Lernform definiert, ob es sich um eine Ausbildung, ein Präsenzstudium, ein Fernstudium, ein Duales Studium, eine Weiterbildung, eine Fortbildung oder ein Seminar handelt. Darüber hinaus kann in Voll- und Teilzeitunterschieden werden sowie in berufsbegleitend oder Blended learning.

Die Biochemie bezeichnet die Lehre, die sich mit den chemischen Grundlagen biologischer Vorgänge und Funktionsweisen beschäftigt.

Biologika (engl. Biological) sind biotechnologisch hergestellte Eiweißsubstanzen, die sich direkt gegen Immunzellen im Körper richten. Das bedeutet, dass ein Medikament auf biologische Weise in Mechanismen im Körper eingreift. Ziel ist es, krankhafte Vorgänge und dessen Fortschritt zu verhindern. Zu beachten ist, dass Biologika klar von pflanzlichen Arzneimitteln und naturheilkundlichen Medikamenten abzugrenzen ist.

Unter Biomarkern versteht man messbare Parameter biologischer Prozesse, die insbesondere in der Diagnostik eine große Rolle spielen. Sie werden als Indikatoren für Umweltbelastungen sowie Krankheiten herangezogen. Es kann somit frühzeitige Hinweise auf eine Immunreaktion geben und somit eine gezielte vorbeugende Behandlung möglich gemacht werden.

Zu Biomarkern gehören zum Beispiel:

  • Blutdruck
  • Körpertemperatur
  • Blutzucker- oder Cholesterinwert

"Blended Learning“ stellt eine Lernform dar, welche besonders durch die Abwechslung von Praxisseminaren sowie modernen und spannenden E-Learning Angeboten geprägt ist. Angewendet wird diese Lernform beispielsweise im Studium, in einer Ausbildung, in Weiterbildungen oder in Seminaren. Durch diese Lernform kannst Du Deinen Lernprozess vielfältig und spannend gestalten, sodass Deine Motivation erhalten bleibt. Außerdem bietet sie den Vorteil, dass Du einerseits zum eigenständigen Lernen angeregt wirst. Andererseits bietet Dir diese Lernform die Möglichkeit in Praxisphasen Kontakte zu anderen Lernenden zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen oder konkrete Fragen an den Lehrenden zu stellen.

C

Als Case Management im Gesundheitswesen, auch "Fallmanagement" genannt, versteht man die gesamte Versorgung eines Patienten. Das Ziel ist es, dem Patienten eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertig sowie langfristige Versorgung ermöglichen zu können. Das Berufsbild des Case Managers deckt das gesamte Feld ab.

Unter einer Chemotherapie versteht man die Behandlung mit chemischen Substanzen, die das Wachstum von Tumorzellen im Organismus hemmen. Häufig wird speziell die zystostaische Chemotherapie bezeichnet, also die Bekämpfung von Tumorzellen mit zellteilungshemmenden Medikamenten.

Die Chirurgie bezeichnet ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Prophylaxe, Diagnose, sowie der operativen oder konservativen Therapie und Rehabilitation folgender Krankheiten beschäftigt:

  • Verletzungen
  • Chirurgische Erkrankungen
  • Fehlbildungen der Gefäße, Organe

Unter einer chronischen Krankheit versteht man eine längere, schwer heilbare Krankheit. Chronische Erkrankungen sind schwerwiegend chronisch, wenn diese mindestens ein Jahr lang einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurden. Hier spricht man auch von einer sogenannten "Dauerbehandlung". Es müssen aber auch noch eines der folgenden Merkmale vorliegen, damit von einer chronischen Krankheit gesprochen wird:

  • Pflegebedürftigkeit der Stufe 2 muss vorliegen
  • Grad der Behinderung von mindestens 60%
  • kontinuierlich medizinische Versorgung muss erfolgen

Compliance bezeichnet die Bereitschaft eines Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken. Es ist ein Oberbegriff für ein kooperatives Verhalten und bedeutet "Therapietreue". Wird ein Patient medizinisch behandelt, so ist das Zusammenspiel von Arzt, Patient und der jeweiligen Maßnahme der Behandlung essentiell. Eine gute Compliance ist insbesondere bei chronisch Kranken Menschen wichtig, wenn es um die Einnahme der Medikamente oder auch das Einhalten des Diätplans geht.

Culinary Medicine ist die Kombination von Ernährungsmedizin, Ernährungswissenschaft und Psychologie mit praktischer Kulinarik. Ärztliche Fachkräfte lernen bei der Culinary Medicine die Grundlagen klinischer Ernährung.

D

Mit Demenz bezeichnet man eine anhaltende oder fortschreitende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens oder anderer Hirnleistungen. Es gibt verschiedene Demenzformen wie zum Beispiel die vaskuläre Demenz oder die Alzheimer-Krankheit. Betroffen sind hauptsächlich ältere Menschen über 65 Jahre. Damit Demenzkranke nicht alleine sind und unterstützt werden, helfen ihnen Alltagsbetreuer / Pflegeassistenten den Alltag leichter zu meistern.

Sind Menschen an Demenz erkrankt, dann erfordert dies eine besondere Pflege und Aufmerksamkeit. Viele Angehörige pflegen demenzkranke Menschen. Das erfordert auch Zusatzausbildungen und Pflegekurse, die zahlreich angeboten werden. Ziel ist es, alle Maßnahmen zu treffen, damit den Menschen geholfen werden kann, eine Tagesstruktur für sich zu gewinnen.

Da zum größten Teil die ältere Generation davon betroffen ist, werden immer mehr Beschäftigte in den Berufsbildern Altenpflegehelfer, Altenpfleger und Altentherapeut gesucht.

Demographie ist eine Wissenschaft, welche sich mit der Entwicklung der Bevölkerung und deren Strukturen beschäftigt. Gemessen wird zum Beispiel auch die Altersverteilung in einer Gesellschaft.

Da es immer mehr ältere Menschen gibt und diese auch länger leben, ist es wichtig, dass es genügend Pflegehelfer gibt. Darunter fallen Berufsbilder wie: Altenpflegehelfer, Altenpfleger und Altentherapeut.

Die Dermatologie ist ein Teilgebiet der Medizin, die sich mit Erkrankungen der Haut und Hautanhangsorgane beschäftigt. Das Tätigkeitsfeld umfasst Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Hautkrankheiten einschließlich durch Allergie bedingter Hauterkrankungen. Um im Gebiet der Dermatologie zu arbeiten, erfolgt eine Facharztweiterbildung für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Die meisten Dermatologen (Ärzte) arbeiten anschließend in ihrer eigenen Praxis.

Diabetes mellitus, auch umgangssprachlich Diabetes genannt, ist eine Zuckerkrankheit und bezeichnet verschiedene Störungen des Stoffwechsels. Das Hauptmerkmal von Diabetes ist die chronische Hyperglykämie (Überzuckerung). Ursachen für die Erkrankung an Diabetes sind die unterschiedlichen Störungen der Freisetzung des Insulins bis hin zu einem absoluten Insulinmangel. Die meist verbreitesten Diabetes-Formen sind: Typ-2-Diabetes und Typ-1-Diabetes. Dabei kommt der Typ-2-Diabetes am häufigsten vor. Diabetes kann eine Folge von Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Cholesterinwerten sein. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Hierbei greift das körpereigene Immunsystem bestimmte Zellen des Körpers an. Menschen mit einer Diabetes Erkrankung benötigen Unterstützung von Fachkräften wie dem Diabetesberater oder dem Diabetesassistenten.

Die Diabetologie bezeichnet ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Prophylaxe, Diagnose, Therapie und Erforschung von Diabetes mellitus beschäftigt. Ein Arzt kann sich durch zusätzliche Weiterbildungen als "Diabetologe" bezeichnen. Aber auch das Berufsbild des Diabetesberater beschäftigt sich mit der umfassenden Beratung des Patienten bezüglich der körperliche, sozialen, beruflichen und ernährungswissenschaftlichen Konsequenzen der Erkrankung.

Unter einer Diagnose versteht man die Feststellung einer Krankheit. Die Diagnose entsteht durch eine Bewertung der Befunde. Es handelt sich hierbei um Beschwerden und Krankheiten, die bei dem Patient auftreten. Festgestellt werden die Befunde durch eine Anamnese (Befragung) und einer körperlichen Untersuchung. Eine Diagnose ist wichtig, um über die weitere Vorgehensweise der Behandlung zu entscheiden.

Die Diätetik bezeichnet die Lehre von der medizinischen Lebensweise. Darunter werden alle ernährungstherapeutischen Maßnahmen verstanden, welche der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen dienen. Beschäftigt wird sich in diesem Aufgabengebiet mit der richtigen Ernährung bei Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Adipositas.

Berufsbilder, die zum Bereich der Diätetik zählen sind:

Die duale Berufsausbildung ist ein System der Berufsausbildung. Es handelt sich hierbei um eine berufliche Ausbildung, wobei der Auszubildende an zwei Lernorten, der Berufsschule und Betrieb beschäftigt ist. So geht der Azubi einer fachpraktischen Ausbildung im Betrieb nach und wird fachtheoretisch-allgemein in der Berufsschule ausgebildet. Die Ausbildung in den Betrieben wird bundeseinheitlich durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

E

Mit einer Eignungsprüfung können Personen in einem Beruf die wesentlichen Unterschiede zwischen einer ausländischen Berufsqualifikation und einem deutschen Beruf ausgleichen. In einer Eignungsprüfung wird folgendes geprüft: Kenntnisse und Fähigkeiten, die für den deutschen Beruf wichtig sind und nicht durch Dokumente belegt sind. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine neue Abschlussprüfung, es werden nur die Bereiche geprüft, in denen wesentliche Unterschiede festgestellt werden.

Die Elektroenzephalogramm bezeichnet eine Untersuchungsmethode zur Aufzeichnung von elektrischen Aktivitäten im Gehirn. Dies gelingt durch das Aufsetzen von Elektroden auf die Kopfhaut. Anwendung findet die Elektroenzephalogramm in der Neurologie, sowie auch standardmäßige Methoden wie die Elektroneurografie (ENG) und Elektromyografie (EMG).

Die elektronische Gesundheitskarte bezeichnet eine Krankenversichertenkarte mit zusätzlichen technischen Möglichkeiten. Seit 2015 ist die eGK der reguläre Versicherungsnachweis für gesetzlich Krankenversicherte. Die Karte besteht aus einem Chip und einem Lichtbild des Versicherten, dieser bildet den persönlichen Schlüssel des Versicherten ab.

Ein elektronischer Arztbrief sorgt für eine schnelle und sichere Übermittlung von medizinischen Daten. Digitale Befunde, Patientenberichte und Bildsequenzen können Bestandteile eines elektronischen Arztbriefes sein.

Die Endokrinologie beschreibt die Lehre von der Sekretion der Hormone durch Drüsen und deren Störungen und gehört zum Teilgebiet der inneren Medizin. Befasst wird sich in der Endokrinologie hauptsächlich mit Erkrankungen, die auf einen Hormonüberschuss oder einem Hormonmangel beruhen. Dazu gehören Krankheitsbilder wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen und Wachsstumsstörungen.

Unter Endoskopie versteht man das Ausleuchten und die Inspektion von Hohlräumen sowie Hohlorganen mit einem Schlauch, welcher beweglich ist. Dieser Schlauch wird als Endoskop bezeichnet. Wortwörtlich übersetzt heißt es "in das Innere sehen" . Während der Endoskopie kann auch eine Gewebeprobe entnommen werden.

Ein Berufsbild, welches Endoskopien durchführt ist der Fachkrankenpfleger für Endoskopie m/w/d

Unter einer Entzündung versteht man eine Abwehrreaktion des Körpers auf Krankheitserreger ( zum Beispiel Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten), physikalische Reize, chemische Reize oder körpereigene Reize. Ziel einer Entzündung ist es, den schädigenden Reiz zu beseitigen und die Voraussetzungen für Heilung zu schaffen.

Enzyme sind Eiweißstoffe im Körper, die unterschiedliche Aufgaben haben. Diese Stoffe bestehen aus biologischen Riesenmolekülen und können als Katalysator eine chemische Reaktion beschleunigen. Produziert werden die Enzymgemische zum Beispiel von der Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und der Magen-Darm-Schleimhaut und sorgt vor allem für die Verarbeitung der Nahrungsstoffe.

Die Ernährungsmedizin bezeichnet ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Ernährung und Erkrankungen befasst und daraus Konsequenzen für die Prävention und anschließende Therapien ableitet. Berufsbilder im Bereich der Ernährung sind zum Beispiel : Ernährungsberater oder Ökotrophologe

F

Ein Facharzt bezeichnet einen Arzt mit einer anerkannten Weiterbildung in einem medizinischen Fachgebiet. Die Weiterbildung, die ein Arzt abgeleistet haben muss dauert einige Jahre und umfasst verschiedene Fachgebiet wie die Anästhesiologie, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie usw.

Unter einer Fachkraft versteht man Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die mit einer mindestens 2-jährigen Berufsausbildung in Deutschland gleichwertig ist. Kürzere ausländische Ausbildungen können gleichwertig mit einer qualifizierten Berufsausbildung in Deutschland sein, wenn die Ausbildung keine wesentlichen Unterschiede aufweist oder diese ausgeglichen wurden.

Fallmanager, auch Case Manager genannt, arbeiten in Verwaltungen und geben Auskunft über Leistungsansprüche sowie zur Finanzbeihilfe seitens der Krankenkassen. Durch die Krankenkassen gibt es einen Rechtsanspruch auf individuelle und umfangreiche Pflegeberatung (Fallmanagement).

Die Familienpflege bezeichnet die Unterstützung von Familien, in denen die Mutter oder Vater durch Krankheit oder andere Notsituationen ausfallen. In Anspruch genommen werden kann diese, wenn mindestens ein Kund unter 12 Jahren im Haushalt lebt oder eine Behinderung hat und die Betreuung nicht mehr gewährleistet ist.

Ein Fernstudium findet zum größten Teil im abseits vom Campus statt. Der Student erhält sein Wissen durch bereits vorgefertigte Skripte, Seminare, multimediale Lehrmaterialen und die Leistungskontrolle erfolgt durch das einsenden von Aufgaben und Prüfungen.

Ein Fernstudium wird meist absolviert, wer sich zeitlich nicht einspannen und flexibel im Alltag bleiben möchte, um zum Beispiel Arbeit und Studium zu vereinbaren.

Unter Fertigarzneimittel versteht man Medikamente, die im Voraus hergestellt und in einer Verpackung, die für den Verbraucher bestimmt ist, in den Verkehr gebracht werden. Diese Fertigarzneimittel enthalten immer einen Beipackzettel und dürfen zudem nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie eine deutsche oder europäische Arzneimittelzulassen oder Registrierung haben.

Die Freie Wohlfahrtspflege bezeichnet eine Säule des Sozialstaates der Bundesrepublik Deutschland. Die freie Wohlfahrtspflege umfasst die Gesamtheit aller sozialen Hilfen, die auf freigemeinnütziger Grundlage und in organisierter Form in der Bundesrepublik Deutschland geleistet werden. Alle Träger der freien Wohlfahrtspflege unterscheiden sich ihrer Weltanschauung oder ihres religiösen Hintergrunds. Aber auch die Zielvorstellungen variieren. Trotzdem arbeiten diese seit mehr als siebzig Jahren zusammen. Somit haben sich sechs große Spitzenverbände auf Bundesebene in der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen.

Unter der Funktionspflege versteht man eine bestimmte Vorgehensweise in einer Arbeitsorganisation der Kranken- und Altenpflege, wobei die Maßnahmen der Pfleger, der Arbeitsablauf einer Abteilung bzw. Station strukturiert werden. Ziel ist es, dass die Pflege funktioniert. Alle Tätigkeiten sollten effizient und effektiv durchgeführt werden. Aufgrund dessen zeichnet sich das Pflegesystem durch seine ausgeprägte Arbeitsteilung aus, was zu einer Leistungssteigerung beim Fachpersonal führen soll. Jedoch rücken die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen in den Hintergrund.

G

Unter der Gastroenterologie versteht man einen Teilbereich der inneren Medizin, welcher sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen der Verdauungsorgane beschäftigt. Spezialisiert sich ein Arzt auf die Gastroenterologie, so bezeichnet man diesen als Gastroenterologen.

Die Geburtshilfe bezeichnet eine Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Überwachung von Schwangerschaften und der dazugehörigen Vorbereitung, Durchführung und Nachbehandlung von Geburten befasst. Somit gehört die Geburtshilfe zum Teilbereich der Gynäkologie (Frauenheilkunde) und wird von Geburtshelfern, den Hebammen, ausgeführt.

Unter Geriatrie versteht man die Altersheilkunde oder auch Altenmedizin genannt. Das medizinische Fachgebiet beschäftigt sich mit körperlichen, funktionellen und sozialen Bedingungen der akuten, chronischen, Rehabilitative, präventiven Behandlung.

Unter dem Begriff Gerontologie versteht man die Alterswissenschaft, die sich mit den Altersvorgängen biologischer, medizinischer, psychologischer und sozialer Aspekte auseinandersetzt und dieser verbindet mit Phänomenen, Problemen und auch Ressourcen. Gerontologie ist eine relativ junge Disziplin und wird in Form eines Studiums angeboten. Mit erfolgreich abgeschlossenem Studium lautet die Berufsbezeichnung Gerontologe.

Die Gerontopsychatrie bezeichnet ein Fachgebiet der Psychiatrie und ist die Wissenschaft von der Krankheitslehre, Diagnostik, Therapie und Prävention psychischer Erkrankungen des hohen und höheren Alters.

Für einige Berufe ist eine gesundheitliche Eignung für einen Antrag auf Anerkennung bzw. die Ausübung des Berufs wichtig. Das gehören Berufe im Bereich der öffentlichen Gesundheit, Sicherheit und im sozialen sowie erzieherischen Bereich. Eine Person ist gesundheitlich geeignet, wenn sie zum Beispiel psychisch und physisch in einem Beruf arbeiten kann und wird durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen.

Gesundheitsberufe bezeichnet alle Berufe, die mit der Gesundheit zu tun haben. Für einen Teil der Gesundheitsberufe ist der Staat zuständig, viele entwickeln sich aber auch ohne Reglementierung, also ohne, dass es eine staatliche Ausbildungsregelung dazu gibt. Auf dem Portal gesundheitsberufe.de findet ihr über 232 Berufsbilder in 15 Berufsfeldern.

Ein Gesundheitsfachberuf bezeichnet Berufe im Gesundheitswesen, welche die Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen bzw. die Gesundheitsförderung unterstützen. Die Bezeichnung wird insbesondere für nichtärztliche und nichtpsychotherapeutische Berufe im Gesundheitswesen verwendet.

Gesundheitsfachberufe sind zum Beispiel:

Der Beruf des Gesundheitsmanagers bzw. der Gesundheitsmanagerin ist nicht reglementiert. Weder das Tätigkeitsfeld noch der Ausbildungsweg sind gesetzlich vorgegeben. In der Praxis arbeiten Gesundheitsmanagerinnen und -manager in der Regel in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und übernehmen dort betriebswirtschaftliche Steuerungsaufgaben. Daneben finden sie Arbeit in Unternehmen und im öffentlichen Dienst, wo sie vor allem für die Gesundheitsförderung verantwortlich sind und sich mit Präventionsangeboten sowie Gesundheitsfragen im betrieblichen Kontext beschäftigen.

Das öffentliche Gesundheitswesen bezeichnet die Gesamtheit aller Einrichtungen, Organisationen, Gremien und Personen, die sich mit der Aufrechterhaltung der Gesundheit der Bevölkerung, sowie der Prophylaxe, Diagnose und Therapie von Erkrankungen beschäftigt.

Unter der Grundpflege versteht man die Unterstützung von pflegebedürftigen Personen bei der alltäglichen Pflege. Die Grundpflege wird auch direkte Pflege genannt und ist eine Leistung der Pflegeversicherung. Sie kann für kurze Zeit aber auch langfristig erfolgen. Die Grundpflege umfasst die Hilfe und Unterstützung bei Aufgaben im Alltag wie zum Beispiel Ernährung, dem Toilettengang sowie der Körperpflege.

H

Eine Handrehabilitation bezeichnet eine Behandlung der Hand, welche von Physiotherapeuten und Ergotherapeuten ausgeführt wird und meist nach einer Verletzung, Erkrankung oder Fehlbildung stattfindet.

Die häusliche Krankenpflege beinhaltet Grundpflege, Behandlungspflege und die hauswirtschaftliche Versorgung. Ältere, pflegebedürftige Menschen möchten trotz ihrer Einschränkungen (körperlich sowie geistig) ein selbstbestimmtes Leben führen. Um die Lebensqualität zu erhalten, werden sie unterstützt von professionellem Fachpersonal oder auch Familienangehörigen. Fachpersonal, wie der Gesundheits- und Pflegeassistent werden für die häusliche Krankenpflege eingesetzt und legen den Schwerpunkt auf die Linderung von Krankheitsbeschwerden.

Anspruch auf häusliche Krankenpflege haben nach §37 SGB V:

  • wenn durch die häusliche Krankenpflege ein stationärer Krankenhausaufhalt vermieden werden kann
  • wenn die Krankenpflege das Ziel einer Behandlung sichern soll
  • aufgrund einer schweren Krankheit, nach einer Operation oder nach einem Krankenhausaufhalt zur Unterstützung

Pflegebedürftige Menschen können sich über einen Hausnotruf Hilfe holen. Dies geschieht in Verbindung mit dem gewöhnlichen Haustelefon. Eingerichtet wird der Hausnotruf von bestimmten Verbänden wie dem Deutschen Roten Kreuz, Johanniter sowie Malteser. Vor allem Personen, die alleine leben und plötzlich Hilfe benötigen, können über einen Notrufknopf, der meist in Form einer Kette getragen wird, den Notruf auslösen. Alarmiert wird dann die Leitstelle eines Wohlfahrtsverbandes oder auch eines privaten Anbieters.


Zu den Heilberufen zählen all jene Berufe, die auf die Feststellung, Linderung oder Heilung von Krankheiten zielen. In Deutschland fallen unter anderem die folgenden Berufe in diese Kategorie:

Daneben zählt eine Reihe weiterer Gesundheitsberufe zu den Heilberufen – so etwa einige medizinische Assistenzberufe sowie einige Berufe im Rettungswesen.

Unter einem Herzinfarkt versteht man ein lebensbedrohliches Ereignis, welches durch einen plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes verursacht wird. Schnelles Handeln ist bei einem Herzinfarkt entscheidend. Bei einem Herzinfarkt wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und das große Herzkranzgefäß verschließt sich vollständig. Innerhalb der nächsten Stunden ist es überlebenswichtig, dieses Gefäß wieder zu öffnen, sonst stirbt das Muskelgewebe ab, da keine Blutzufuhr gegeben ist.

Die Hals-Nase-Ohren Heilkunde bezeichnet ein Teilgebiet der Medizin und setzt sich mit Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der Ohren, der oberen Luftwege, Mundhöhle, des Rachens und weiteren Problemen im Kopf- und Halsbereich auseinander. Um als HNO-Arzt tätig zu werden, muss nach dem Medizinstudium eine fünfjährige Weiterbildung stattfinden, die sich in zwei Abschnitte gliedert:

  1. eine zweijährige Basisweiterbildung im Teilgebiet der HNO-Heilkunde
  2. eine dreijährige Facharztweiterbildung der HNO-Heilkunde

In einer HNO-Praxis arbeiten auch Angestellte, die HNO Audiologieassistenten. Diese unterstützen den Arzt bei der Behandlung, Diagnose und Untersuchung von Hals, Nasen und Ohren.

Unter der Homöopathie versteht man eine Behandlungsmethode, welche den Zustand von Körper, Geist und Seele berücksichtigt. Die Homöopathie verfolgt einen naturwissenschaftlichen Ansatz und Grundprinzipien, die vielerseits angewendet werden können. Ein Homöopath wendet die Heilmethode an und behandelt Patienten dementsprechend mit Medikamenten und Therapien aus der alternativen Medizin.

Die Humangenetik beschreibt ein Teilgebiet der Genetik, welches sich mit dem Erbgut des Menschen beschäftigt.

Hygiene beschreibt die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und der Erhaltung sowie Förderung der Gesundheit. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des einzelnen Menschen und der Gesellschaft zu erhalten oder zu verbessern. Damit das Ziel erreicht werden kann, beschäftigt sich die Hygiene insbesondere mit krankmachenden Einwirkungen und versucht durch unterschiedliche Maßnahmen wie Reinigung, Desinfektion, Sterilisation diese fernzuhalten.

Zu den Berufsbilder, die im Bereich der Hygiene beschäftigt sind, zählen:

Das Gebiet Hygiene und Umweltmedizin umfasst die Erkennung, Erfassung und Bewertung von schädlichen exogenen Faktoren, welche die Gesundheit des Einzelnen oder der Bevölkerung beeinflussen sowie die Entwicklung von Grundsätzen für den Gesundheitsschutz und den gesundheitsbezogenen Umweltschutz.

Darunter fallen Berufsbilder wie:

I

Unter der Immunologie versteht man die Wissenschaft, die sich mit der Selbst- und Fremderkennung von Zellen und Substanzen beschäftigt. Es handelt sich hierbei um Abwehrmechanismen des Körpers und den daraus resultierenden Störungen. Das Immunsystem richtet sich gegen gesundheitsschädliche Bakterien, Viren, Pilzen, Parasiten und Giften. Aufgabenbereiche sind zum Beispiel die direkte Unterstützung der Körperabwehr, Immunstimulation und die Immunsuppression.

Die Infektiologie bezeichnet eine Wissenschaft, die sich mit der Forschung, Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten beschäftigt. Die Infektiologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und der Mikrobiologie und wird in eine forschende Infektiologie sowie klinische Infektiologie unterteilt. Ärzte können die Zusatzbezeichnung Infektiologie erwerben, vorausgesetzt, es handelt sich um einen Facharzt für innere Medizin, Allgemeinmedizin oder Pädiatrie. Die Weiterbildungsdauer beträgt ca. 12 Monate.

Die Infektionsepidemiologie bezeichnet ein medizinisches Fachgebiet, welches sich mit den Ursachen, Folgen und der Verbreitung übertragbarer Erkrankungen beschäftigt. Auf der Basis von mathematischen Modellen werden Prognosen zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten gestellt. Betrieben wird die Infektionsepidemiologie von Fachärzten für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.

Die innere Medizin ist ein Teilgebiet der Medizin und befasst sich mit der Diagnostik und nicht-operativen Behandlungen der Krankheiten innerer Organe. Fachärzte der inneren Medizin bezeichnet man auch als Internisten.

Unter der Intensivmedizin versteht man ein medizinisches Fachgebiet, dass sich mit Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst. Dazu gehört auch die Notfallmedizin.

Intensivpflege bezeichnet eine komplexe Versorgung von Patienten im Krankenhaus und gehört zu einem Teilbereich der Krankenpflege. Der Patient wird in der Intensivpflege unterstützt und überwacht, da sich dieser in akuter Lebensgefahr befindet. Es soll vor allem sichergestellt werden, dass eine schnelle Reaktion erfolgen kann, sofern sich der Gesundheitszustand eines Patienten verschlechtert. Somit ist der pflegerische Aufwand, den Krankenschwestern erbringen, auf Intensivstationen sehr hoch. Typische Erkrankung von Patienten auf Intensivstationen sind zum Beispiel Störungen der Herz-Kreislauffunktion, des zentralen Nervensystems oder auch eine Verletzung nach einem Unfall.

Eine Intensivstation ist eine Station im Krankenhaus, auf welcher insbesondere Patienten behandelt werden, die meistens schwer krank sind und aufwendige Pflege benötigen oder eine große Operation hinter sich haben. Diese Patienten benötigen eine ständige Überwachung, da schnell Eingegriffen werden muss, sobald sich ihr Gesundheitszustand verschlechtern würde. Krankenhäuser haben mindestens eine oder mehr Intensivstationen. Zu ihnen gehören hochtechnisierte Geräte und Ausrüstungen. Die Station ist nicht öffentlich zugänglich, da die Patienten auf dieser Station besonders geschützt werden müssen, aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands.

Der Begriff Invasiv bezeichnet Untersuchungsmethoden, die unter die Körperoberfläche dringen und wird somit auch als "eindringend" betitelt.

K

Die Kardiologie bezeichnet die Lehre vom Herzen und ist ein Teilgebiet der inneren Medizin. In diesem Teilgebiet beschäftigt man sich mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Kardiologie wird von Fachärzten mit Schwerpunkt Kardiologie betrieben, diese werden auch Kardiologe genannt.Kardiotechniker sind ein elementares Mitglied des fachübergreifenden Behandlungsteams. Sie setzen sich mit der Medizin und Technik auseinander.

Unter der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie versteht man ein Fachgebiet der Medizin. Darunter zählen Aufgabenbereiche wie Diagnose, Therapie, Prävention und Rehabilitation von psychischen, psychosomatischen und neurologischen Erkrankungen oder Störungen, als auch auffälliges soziales Verhalten im Kindes- und Jugendalter. Hier gibt es einige Berufsbilder, die in diesem Bereich arbeiten können wie zum Beispiel der Psychologe oder der Sozialpädagoge.

Die klinische Pharmakologie bezeichnet ein humanmedizinisches Fachgebiet, welches sich mit der Erforschung, Dokumentation und Beurteilung von Arzneimitteln aller Art beschäftigt. Im Zentrum steht die Anwendung am Patienten. Die klinische Pharmakologie ist somit das Verbindungsglied zwischen Klinik und der Arzneimittellehre. Das Ziel ist, eine schonende und effektive pharmakologische Behandlung am Patienten zu ermöglichen.

Die Komplementärmedizin bezeichnet alle Disziplinen und Behandlungsmethoden, die zur Alternative (siehe Alternativmedizin) oder zur Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Methoden der Medizin eingesetzt wird.

Zu den komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden gehören:

  • Naturheilverfahren
  • Körpertherapieverfahren
  • Entspannungsverfahren
  • Osteopathie, Homöopathie..
  • ...

Unter der Krankenhaushygiene versteht man ein Fachgebiet der Hygiene, das sich insbesondere mit der Erforschung, Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beschäftigt. Die Arbeit findet hauptsächlich in Krankenhäusern, Kliniken oder ähnlichen Einrichtungen statt. Ziel ist es, Patienten und das Personal zu schützen. Es ist somit eng verbunden mit dem Arbeitsschutz. Berufsbilder, die sich in diesem Fachgebiet befinden sind zum Beispiel der Hygiene-Beauftragte oder der Hygienekontrolleur / Gesundheitsaufseher.

Das Krankenkassensystem ist in Deutschland zweigeteilt: Neben den gesetzlichen Krankenversicherungen existieren private Krankenkassen. Beide versichern ihre Mitglieder gegen die mit Erkrankungen einhergehenden finanziellen Risiken und übernehmen anfallende Behandlungs- sowie Folgekosten. Während der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gesetzlich geregelt ist, können die privaten Krankenkassen ihre Tarife frei gestalten.

Die Krankenpflege umfasst die Gesundheits- und Krankenpflege und somit die Versorgung und Betreuung von Menschen in verschiedenen Altersgruppen. Hierfür müssen zahlreiche Pflegemaßnahmen von einem Krankenpfleger durchgeführt werden können. Ziel ist es, die Gesundheit des Menschen zu fördern und Krankheiten zu verhindern.

Die Krankheitsprävention beschreibt die Vermeidung bzw. Verringerung des Auftretens, der Ausbreitung und der negativen Auswirkungen von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen. Der Begriff Krankheitsprävention zielt auf Risikogruppen mit erkennbaren oder bereits aufgetretenen Anzeichen von Krankheiten.

Unter der Kurzzeitpflege versteht man den Anspruch auf bis zu 28 Tage Kurzzeitpflege im Jahr. Eine Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Grad der Pflegestufe mithilfe eines Pflegegrades festgestellt wurde. Die Kurzzeitpflege hat das Ziel, dass pflegende Angehörige bei der häuslichen Pflege entlastet werden. Aber auch nach einem längeren Krankenhausaufenthalt oder zum Übergang bis zum Einzug in ein Pflegeheim kann die Kurzzeitpflege im Anspruch genommen werden. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten bis zu 1.550,- EUR für maximal 4 Wochen Kurzzeitpflege im Kalenderjahr.

L

Die Laboratoriumsmedizin ist ein medizinischer Fachbereich, welcher sich mit der Untersuchung menschlicher Körperbestandteile wie Blut, Stuhl, Urin und Abstriche befasst. Aufgabenbereiche sind die Analyse von Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen zum Zweck der Diagnose von Krankheiten, der Kontrolle des Verlaufs und der Therapie.

Leistungserbringer sind Personengruppen im Gesundheitssystem, die Leistungen für die Versicherten der Krankenkasse erbringen. Darunter zählen Zahnärzte, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken sowie Physiotherapeuten, Hebammen und Logopäden. Krankenkassen schließen mit den Leistungserbringern Verträge, um den Versicherten die Leistungen nach dem Sachleistungsprinzip zur Verfügung stellen zu können. Hier ist aber zu beachten, dass alle Leistungserbringer das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten müssen und zur Qualität und Humanität verpflichtet sind.

Der Begriff "Linguist" kommt aus dem lateinischen "lingua" und bedeutet ins Deutsche übersetzt "Sprache". Es handelt sich um eine Wissenschaft, die sich mit der menschlichen Sprache auseinandersetzt. Klinische Linguisten arbeiten in der Sprach- und Sprechtherapie und erstellen Diagnosen, die sie anschließend gezielt behandeln.

Die Logopädie bezeichnet die Sprach- und Stimmheilkunde. Ziel der Logopäden ist es, die Kommunikationsfähigkeit der Patienten und verschiedene Formen der Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörstörungen zu verbessern. Aber auch Patienten mit Schluckstörungen werden von Logopäden behandelt.

Unter einer Lymphdrainage besteht man eine Streichmassage zur Behandlung von Lymphstauungen. Diese Stauungen sollen beseitigt werden, da sie aufgrund von verzögertem Lymphabstrom verursacht werden, zum Beispiel nach einer Masektomie. Vor allem kommt sie zum Einsatz zur Behandlung von Lymph- und Lipödem-Patienten. Aber auch nach orthopädischen Verletzungen oder Operationen wird eine Lymphdrainage eingesetzt, um Symptome wie Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren.

Manuelle Lymphdrainage wird normalerweise von Masseuren, Physiotherapeuten oder Ärztenangeboten.

Der Begriff Lymphologie bezeichnet ein Teilgebiet der Medizin, welches sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Lymphgefäßsystems beschäftigt. Ein Lymphologe untersucht und behandelt Patienten mit Lymphabflussstörungen in allen Schweregraden.

M

Die manuelle Therapie bezeichnet ein alternativmedizinisches Verfahren, das sich mit der Diagnostik und Behandlung von Funktionsstörungen der Gelenke, Muskeln und Nerven sowie den Folgeerscheinungen beschäftigt. Ziel ist es, Blockaden und Störungen mit gezielten Handgriffen zu beheben.

Unter der Medizin versteht man die Erkennung, Vorbeugung und Behandlung körperlicher und seelischer Erkrankungen des Menschen. Es handelt sich hierbei um eine Wissenschaft, welche auf den Grundfächern Anatomie, Histologie, Pathologie, Physiologie und Pathopsychologie, Biochemie und Pathobiochemie, Pharmakologie, Toxikologie und Mikrobiologie aufbaut.

Der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) bezeichnet die Begutachtung von Pflegekassen, welche festlegen, ob eine Person Pflegebedürftig ist und somit eine Pflegestufe erhält. Der Gutachter führt hierzu einen Hausbesuch durch. Termine für die Begutachtung werden vorab schriftlich und telefonisch mitgeteilt und individuell festgelegt.

Die medizinische Rehabilitation beschreibt eine weitere Form der Rehabilitation. Mit einer medizinischen Rehabilitation werden Menschen wieder fit für das Arbeitsleben gemacht, zum Beispiel in Form einer Reha. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation umfassen sämtliche Behandlungen durch Ärzte.

Medizinische Fachgebiete beschreiben die abgrenzbaren Gebiete der Medizin mit ihren Teilgebieten.

Unter einem Medizinprodukt versteht man medizintechnische Produkte und Verfahren, die helfen sollen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Zu Medizinprodukten gehören Apparate, Gegenstände, Stoffe als auch Software. Sie werden insbesondere für medizinisch-therapeutischen oder diagnostischen Zwecken für Menschen verwendet.

Die Mikrobiologie bezeichnet die Wissenschaft, die sich mit der Erforschung von Mikroorganismen, dem Stoffwechsel und deren Wirkung auf andere Organismen beschäftigt. Gemeinsam mit der Infektionsepidemiologie bildet die Mikrobiologie ein eigenständiges medizinisches Fachgebiet.

Berufsbilder, die sich auf biologischer Ebene befinden sind:

Unter der Mikrotechnik versteht man bestimmte Verfahren, die zur Herstellung von Körper und geometrischen Strukturen im Mikrometerbereich angewandt werden. Die Mikrotechnik setzt sich aus drei großen Teilbereichen zusammen: die Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und die Mikroverfahrenstechnik. Seit dem Jahr 1988 gibt es das Berufsbild des Mikrotechnologen, welcher den Schwerpunkt Mikrosystemtechnik oder Halbleitertechnik umfasst. Mikrotechnologen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Herstellung, dem Testen, Bedienen und Optimieren von kleinsten Bauelementen.

Unter der Motologie versteht man den Zusammenhang zwischen Bewegung und Psyche. Die Monologe ist eine Wissenschaft, die aus der Psychomotorik entstanden ist und betrachtet als Grundlage die Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit des Menschen. Ziel ist die Unterstützung der Gesamtentwicklung des Kindes durch Bewegung. Das Kind wird hierbei in sozialer, emotionaler und geistiger sowie körperliche Ganzheit betrachtet. Das Berufsbild des Monologen beschäftigt sich mit der körperlichen Bewegung und Psyche. Dabei geht es um die Frage wie Menschen aus allen Altersklassen durch ganzheitliche Körper-und Bewegungsarbeit in ihrer Entwicklung und Heilung unterstützt werden können.

Die Multiple Sklerose ist eine Nervenkrankheit im zentralen Nervensystem. Erste Anzeichen zeigen sich bei vielen Patienten bereits im jungen Erwachsenenalter. Bei der Krankheit bildet sich im Rückenmark und Gehirn eine weiße Substanz, welche Nervenzellen beschädigt. Ursachen für die Krankheit sind wissenschaftlich noch nicht geklärt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Angriff körpereigener Abwehrzellen im Bereich des zentralen Nervensystems für den Ausbruch verantwortlich. Aufgrund dessen ist die Multiple Sklerose als Autoimmunerkrankung zu sehen. Unterstützt werden Erkrankte durch Physiotherapeuten, die die Beweglichkeit fördern und Schmerzen lindern.

Unter der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie versteht man ein medizinisches Fachgebiet der Chirurgie. Inhalte des Fachgebietes sind die Versorgung von Erkrankungen im Bereich des Kiefers, Gesichts, Zähne und des Mund- und Rachenraums bis zum Halsbereich.

Ein Myokardinfarkt, auch als Herzinfarkt bekannt, entsteht wenn sich das Blutgefäß des Herzmuskels verschließt. Das bedeutet, dass der Muskel nicht genügend Sauerstoff bekommt und somit nicht mehr arbeitsfähig ist, was zu einer lebensbedrohlichen Situation führt. Somit ist es wichtig, dass Symptome so früh wie möglich erkannt werden.

N

Damit pflegende Angehörige entlastet werden, gibt es die Möglichkeit, Pflegebedürftige Menschen in stationären Einrichtungen nachts zu betreuen. Bezeichnet wird dies alsNachtpflege. Es ist eine gute Alternative für eine vollstationäre Unterbringung von Pflegebedürftigen. Um eine gute Qualität der Pflege zu gewährleisten, sind die meisten Nachtpflegeeinrichtungen an eine stationäre Einrichtung angeschlossen. Die Dauer der Nachtpflege liegt zwischen 18 Uhr und 7 Uhr morgens.

Die Naturheilkunde bezeichnet eine Heilkunde, die von Heilpraktikern betrieben wird. Hier möchte man die natürlichen Reize im therapeutischen Sinne brauchbar machen. Das Ziel hierbei ist es, die Krankheitsursachen zu beheben und nicht nur die Symptome zu behandeln (Siehe auch Naturheilverfahren).

Naturheilverfahren bezeichnet verschiedene Methoden der Therapie, die den Körper selbst heilen und aktivieren sollen. Es sind sogenannte Heilmethoden, die auf der Annahme beruhen, dass Teile des Körpers erkranken, da die Harmonie beeinträchtigt wurde. Klassische Naturheilverfahren bringen den Körper wieder in Balance. Methoden, die u.a eingesetzt werden sind:

  • Hydro-Therapie
  • Thermo-Therapie
  • Bewegungstherapie

Die Neurochirurgie wird in der Medizin weder der Chirurgie noch der Neurologie zugeordnet. Es handelt sich um die operative Behandlung von Schädigungen oder Erkrankungen des peripheren oder zentralen Nervensystems.

Die Neurologie bezeichnet eine Wissenschaft, die sich mit der Prophylaxe, Diagnose und Therapie von Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems beschäftigt. Darunter fallen auch verschiedene Erkrankungen der Muskulatur wie zum Beispiel Epilepsie, Migräne und Multiple Sklerose.

Unter der Neuropsychologie versteht man ein Fachgebiet, das sich mit den funktionellen Zusammenhängen zwischen bestimmten Hirnarealen und bestimmten geistigen Fähigkeiten und Verhaltensweisen beschäftigt. Ein Arzt widmet sich in der Praxis auch den Folgen von Schädel-Hirn Traumata.

Unter Notfalldaten versteht man notfallrelevante medizinische Informationen, die sich aus der medizinischen Vorgeschichte des Patienten ergeben zB aus langanhaltenden Diagnosen oder auch der Dauermedikation. Die Notfalldaten können auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert werden und somit in Notfallsituationen von Ärzten ausgelesen werden.

Die Notfallmedizin bezeichnet ein Teilgebiet der Medizin, dass sich mit der Behandlung von akut eingetretenen Gesundheitsstörungen beschäftigt. Das Aufgabengebiet umfasst einfache Hilfsmaßnahmen aber auch den Einsatz von Medikamenten und Geräten.

Unter der Nuklearmedizin versteht man in der Medizin die Diagnostik und Therapie, die sich mit der Anwendung offener radioaktiver Substanzen beschäftigt. Sie umfasst die Anwendung radioaktiver Substanzen und kernphysikalischer Verfahren zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik und den Strahlenschutz mit seinen physikalischen, biologischen und medizinischen Grundlagen.

O

Die Obstruktion bezeichnet in der Medizin den Verschluss (komplett oder teilweise) eines Hohlorgans oder den Abschnitt von Gefäßsystemen durch eine Blockade von innen.

Unter Onkologie versteht man die Wissenschaft, die sich mit Krebserkrankungen beschäftigt. Insbesondere widmet sich die Onkologie der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von bösartigen Tumoren. Im Bereich der Onokolgie arbeitet zum Beispiel der Zytologieassistenten. Dieser befasst sich mit der Früherkennung und Krebserkrankungen.

Die Orthopädie bezeichnet ein Teilgebiet der Chirurgie, die sich mit den Erkrankungen des Bewegungsapparats beschäftigt. Dazu zählen Gesundheitsstörungen der Knochen, Gelenke, Muskeln oder Sehnen. Fachärzte der Orthopädie werden als Orthopäde oder Unfallchirurg bezeichnet.

Die Orthoptik bezeichnet eine Spezialdisziplin der Augenheilkunde. Diese gehört zum Gebiet der Strabologie. Aufgabe ist die Prävention, Diagnostik und Therapie von Schielerkrankungen aber auch Störungen des Binokularsehens, Blicklähmungen und Nystagmus.

Der Beruf des Orthoptist ist in dem Bereich der Augenheilkunde beschäftigt.

Die Osteoporose bezeichnet eine Knochenerkrankung, die auch als "Knochenschwund" bekannt ist. Die Funktion und Struktur der Knochen werden zum größten Teil eingeschränkt und verändert. Dadurch kommt es zu unangenehmen Folgen für die Betroffenen, zum Beispiel eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen. Es gibt zwei Hauptformen der Osteoporose:

  • postklimakterische Osteoporose (tritt meistens nach den Wechseljahren auf)
  • Altersosteoporose (tritt etwa nach Vollendung des 70. Lebensjahr auf)

Die OTC-Liste ist eine Liste bestehend aus Arzneimitteln/Medikamenten, die rezeptfrei in Apotheken gekauft werden können. Nach §48 des deutschen Arzneimittelgesetzes sind Medikamente nicht verschreibungspflichtig, wenn diese die Gesundheit des Anwenders nicht gefährden. Das heißt, dass rezeptfreie Arzneimittel ohne ärztliche Überwachung eingenommen werden können ohne ein gesundheitliches Risiko darzustellen. Die Kosten für freiverkäufliche Arzneimittel werden seit 2004 nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

P

Unter der Pädaudiologie versteht man Hörstörungen. Ein Teilgebiet der Pädaudiologie ist auch die auditive Wahrnehmung im Kindesalter. Untersucht werden kindliche Hör-, Stimm-, Sprech- und Schluckstörungen in der Sprachentwicklung.

Berufsbilder, die es im Gebiet der Pädaudiologie gibt sind zB:

Palliativ kommt aus dem lateinischen und leitet sich von "palliare" ab, was bedeutet "mit einem Mantel bedecken; lindernd". Der Begriff Palliativ bezeichnet Maßnahmen zur Beseitigung bestimmter Symptome, ohne die zugrundeliegende Erkrankung tatsächlich beseitigen zu können. Die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen eine intensive Schmerztherapie und die Linderung anderer krankheitsbedingter Symptome im Vordergrund.

Unter einer Palliativen Therapie versteht man die Form einer medizinischen Behandlung, welche nicht auf die Heilung einer Erkrankung abzielt, sondern die negativen Folgen der Krankheit vermindern will. Durch die Palliativpflege wird die Palliative Therapie ergänzt.

Unter Palliativpflege versteht man eine sterbebegleitende Pflege, auch Hospizpflege genannt. Betroffen sind besonders schwer kranke Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen. Das Ziel, welches die Pfleger haben ist, die Schmerzen der Betroffenen zu lindern und diese bei ihrem Sterbeprozess zu begleiten.

Pfleger benötigen Fachwissen in folgenden Bereichen:

  • Symptomlinderung
  • Schmerzerfassungsmanagement
  • Pflegemaßnahmen

Unter der Pathologie versteht man den medizinischen Fachbereich, welcher sich mit mit krankhaften Zuständen und Vorgängen im menschlichen Körper beschäftigt. Ärzte in diesem Bereich werden als Pathologen bezeichnet. Die Arbeit von Pathologen ist wichtiger Bestandteil der Diagnoseerstellung.

Das Spektrum der Pflegeberufe ist inzwischen recht breit. Mit einer entsprechenden Pflegeausbildung kannst du in den unterschiedlichsten Einrichtungen tätig sein: Mögliche Arbeitsfelder im Pflegeberuf: - Altenpflegeheime oder Seniorenheime - Wohnheime für Menschen mit Behinderungen - Kindertagesstätten - Fachkliniken und Krankenhäuser - Ambulante Dienste - Gesundheitszentren - Sozialedienstleiter

Die Pharmakologie ist die Wissenschaft von der Wechselwirkung zwischen Stoffen und Lebewesen. Forschungsgegenstand der Pharmakologie ist die Wirkung von Substanzen im Organismus. Dabei werden neue Substanzen vor der Anwendung am Menschen in Tierversuchen erprobt. Dies geschieht bei der experimentellen Pharmakologie. Die klinische Pharmakologie befasst sich hingegen mit der Wirkung von Substanzen im menschlichen Organismus.

Im Berufsfeld Pharma befinden sich folgende Berufsbilder:

Der Begriff Pharmakovigilanz kommt aus dem griechischen Wort "pharmakon", was "Heilmittel, Gift" bedeutet und bezeichnet im Deutschen die Arzneimittelsicherheit. Ziel ist die systematische Überwachung der Sicherheit eines Fertigarzneimittels für Mensch und Tier, sodass auch unerwünschte Wirkungen entdeckt werden können. Diese gilt es zu beurteilen und zu verstehen, um geeignete Maßnahmen zu treffen, die das Risiko minimieren. Das Berufsbild des Pharmakoviliganten ist für dieses Gebiet zuständig und gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Unter Pharmazie bezeichnet man eine interdisziplinäre Wissenschaft, welche sich mit der Herstellung, Prüfung und Entwicklung von Arzneimitteln beschäftigt. Die Pharmazie setzt sich aus verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaften Chemie, Medizin und Biologie zusammen.

Berufsbilder, die sich in der Pharmazie wiederfinden sind:

Unter der physikalischen Therapie beschreibt verschiedene Verfahren der Therapie, die auf physikalischen Methoden beruht, heißt Wärme, Kälte, Licht oder elektrische Reize. Der Begriff der physikalischen Therapie wird oft als Synonym für den Begriff der "Physiotherapie" verwendet. Eingesetzt wird die physikalische Therapie sehr vielseitig, zum Beispiel zur Rehabilitation, Schmerzbekämpfung sowie zur Prävention.

"Gesundheitsberufe.de auf's Ohr" ist unser Podcast, der regelmäßig über die Themen Beruf, Bildung & Karriere in der Gesundheitswirtschaft berichten. Sie finden den Podcast u.a. auch hier: https://podcast.gesundheitsberufe.de

Unter der Podiatrie versteht man das medizinische Fachgebiet, welches sich mit der Behandlung von Krankheiten des Fußes, seiner Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie beschäftigt. Podologen sind die Spezialisten am Fuß und in der medizinischen Fußpflege. Sie untersuchen, beraten und behandeln ihre Patienten bei der Erhaltung der Fußgesundheit.

Als Prävention bezeichnet man alle Maßnahmen, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit verhindern oder verzögern kann. Es gibt verschiedene Formen der Prävention:

  • Primärprävention: Gesundheitliche Aufklärung
  • Sekundärprävention: Früherkennung von Erkrankungen in Risikogruppen
  • Tertiärprävention: Verhinderung der Verschlimmerung bereits bestehender Erkrankungen
  • Quartärprävention: Vermeidung unnötiger medizinischer Maßnahmen

Der Fachwirt für Prävention und Gesunderhaltung ist spezifisch für die Prävention zuständig. Es werden mittlerweile in vielen Jobs präventive Maßnahmen Ansätze entwickelt.

In der Zahntechnik fällt oftmals der Begriff Praxislabor. Zahnärzte arbeiten in einem Praxislabor in dem Zahnersatz hergestellt wird. Hierbei geht es um die Abformungen de Kiefer und Zähne, welche die Grundlage für zahntechnische Arbeiten darstellt.

In Deutschland herrscht Krankenversicherungspflicht. Die meisten Menschen sind Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Unter bestimmten Umständen kann jedoch in eine private Krankenversicherung gewechselt werden. Voraussetzung für den Wechsel ist eine selbstständige Tätigkeit, die nicht im landwirtschaftlichen, künstlerischen, publizistischen oder verkammerten Bereich angesiedelt ist, eine Berufstätigkeit, bei der eine jährlich neu festgelegte Einkommensgrenze überschritten wird, oder eine Beschäftigung als Beamtin bzw. Beamter. Die Tarife und Konditionen der privaten Krankenversicherung sind nicht gesetzlich geregelt, sondern können grundsätzlich frei festgelegt und gewählt werden.

Unter Prüfungsgebühren versteht man Kosten für eine Teilnahme an einer staatlichen Prüfung. Das bedeutet, Personen müssen ggf. Geld für die Teilnahme an einer Prüfung bezahlen.

Die Psyche ist die "Seele" oder auch "Seelenleben" genannt und bezeichnet in der Psychologie die höheren Funktionen des Gehirns. Die Funktionen umfassen die Kognition und die Emotionen und deren Wechselwirkungen. Kognitive Prozesse ermöglichen das Bewusstsein über die eigene Person als Selbstwahrnehmung. Der Beruf des Psychologen beschäftigt sich mit der Psyche des Menschen und unterstützt diese in Krisensituationen.

Die Psychosomatik bezeichnet ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit dem Einfluss psychischer und sozialer Faktoren auf den Körper auseinandersetzt. Hierbei geht es um die Wechselwirkung von Psyche und Körper. Somit handelt es sich um ein sehr komplexes Fachgebiet. Psychosomatische Erkrankungen können zum Beispiel seelische Belastungen, Lebenskrisen oder traumatische Erfahrungen auslösen.

Public Health steht für Öffentliche Gesundheit bzw. öffentliche Gesundheitspflege oder auch Gesundheitswissenschaften gennant, das sich mit der Gesundheit der Bevölkerung beschäftigt. Im Kontext des deutschen Gesundheitssystems ist Public Health ein Querschnittsfach, in dem Ärzte sowie Epidemiologen, Sozialwissenschaftler, Versorgungsforscher, Gesundheitsökonomen und andere Vertreter tätig sind. Seit 1990 kann Public Health als separates Fach studiert werden.

R

Die Radiologie bezeichnet ein Teilgebiet der Medizin und beschäftigt sich mit der Anwendung bildgebender Verfahren zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken. Der entsprechende Facharzt für Radiologie wird als Radiologe bezeichnet.

Die Rechtsmedizin bezeichnet ein Fachgebiet der Medizin, das sich mit juristischen Aspekten der Medizin befasst. Dazu zählen die Anwendung medizinischer Kenntnisse zur Beurteilung von Rechtsfragen, aber auch die Klärung von Rechtsfragen und die Vermittlung rechtlicher Kenntnisse an die Ärzte. Das Berufsbild des Medizinischen Sektions- und Präparationsassistenten ist im Bereich der Rechtsmedizin tätig. MSP-Assistenten wirken bei Sektionen mit, präparieren Organe, Gewebe und Skelettteile und stellen medizinische Präparate her.

Unter einem Referenzberuf versteht man eine deutsche Berufsqualifikation. Im Anerkennungsverfahren vergleicht die zuständige Stelle eine ausländische Berufsqualifikation mit dem deutschen Referenzberuf.

Der Begriff reglementierte Berufe steht dafür, dass es gesetzliche Vorschriften gibt. Zu diesen Berufen gehören zum Beispiel Heilpraktiker, Architekten und Lehrer.

Unter Rehabilitation versteht man die Wiederherstellung von psychischen und physischen Fähigkeiten von Patienten, die an einer Erkrankung, Trauma oder Operation anschließt. Es soll ermöglicht werden, dass trotz körperlicher Beeinträchtigungen am alltäglichen Leben teilgenommen werden kann. Oftmals geschieht die Rehabilitation in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Ärzten und Ergotherapeuten.

Die Rekonstruktion bezeichnet die Wiederherstellung eines zerstörten Gewebsteils. Die Wiederherstellung erfolgt durch therapeutische und chirurgische Methoden. Es gibt zum Beispiel die:

  • rekonstruktive Chirurgie
  • rekonstruktive Zahnheilkunde

Unter der Rheumatologie versteht man eine Fachrichtung der Medizin, welches sich mit der Prophylaxe, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation rheumatischer Erkrankungen beschäftigt. Ein Arzt, der sich auf dieses Fachgebiet spezialisiert, nennt man Facharzt für Rheumatologie oder kurz Rheumatologe.

Den Status des Ruhestands erreicht eine Person durch das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben. Der Ruhestand wird im Alter erlangt und bezeichnet den Zustand, in dem sich eine Person nach dem Ende der Lebensarbeitszeit befindet. Mit dem Erreichen der Altersgrenze und den damit verbundenen Ruhestand kann die Rente bezogen werden.

S

Unter Schulmedizin versteht man alle Diagnosen und Therapien, die wissenschaftlich belegt sind, von Schulmedizinern ausgeübt und an medizinischen Hochschulen gelehrt werden. Naturwissenschaftliche Methoden sind die Basis der Schulmedizin. Im Gegensatz zur Schulmedizin steht die Alternativmedizin. Diese wird oftmals von Heilpraktikern angeboten, beispielsweise in Form von Akupunktur oder Chiropraktik. Beispiele für Schulmedizin sind:

Die Sozialmedizin beschreibt die Untersuchung von Häufigkeiten und Verteilung der Volkskrankheiten im Zusammenhang mit der sozialen und natürlichen Umwelt. Dazu zählt auch die Organisation des Gesundheitswesens inbegriffen der Einrichtungen der sozialen Sicherung, der Begutachtung und der wissenschaftlichen Bewertung.

Sportmedizin beschäftigt sich mit der Interaktion von Sport und Gesundheit, als auch mit der Behandlung und Prophylaxe von Erkrankungen, welche durch sportliche Betätigung entstanden ist. Die sportmedizinische Tätigkeit setzt sich mit vielen Inhalten auseinander, wie Training und Leistungsdiagnostik, Rehabilitation von Sportverletzungen und die Medizinische Betreuung von Sportlern.

Eine staatliche Prüfung, auch Staatsexam oder Staatsprüfung genannt, ist eine Prüfungsform in Deutschland, die abgelegt wird, um danach einen staatlich überwachten Beruf auszuüben. Verantwortlich für die Durchführung eines Staatsexamen ist das jeweilige Landesprüfungsamt. Betreffende Berufsgruppen sind zum Beispiel Mediziner, Pflegefachkräfte und auch Rechtswissenschaftler.

Zur Gruppe der sog. stationären Leistungserbringer zählen all jene Institutionen, die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen im stationären Rahmen anbieten. In erster Linie ist hier an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu denken.

Die Strahlentherapie bezeichnet ein medizinisches Fachgebiet, welches auch als Radioonkologie bekannt ist. Sie beschäftigt sich mit der medizinischen Anwendung von ionisierender Strahlung auf Menschen und Tiere, sodass Krankheiten geheilt werden können und der Fortschritt bzw. die Ausbreitung verzögert wird.

Ein Symptom bezeichnet Merkmale und Anzeichen, die bei einer Verletzung und Erkrankungen auftreten. Vom Patienten selbst werden diese als subjektives Symptom wahrgenommen, vom Arzt als objektives Symptom. Es wird in Form eines Befundes vom Arzt befasst.

T

Die Tagespflege bezeichnet ein Betreuungsangebot für ältere Menschen, die in ihrem Alltag Hilfe und Pflege benötigen und zu Hause wohnen zu bleiben möchten. Ergänzt wird die Tagespflege durch die Betreuung durch Angehörige und Pflegedienste.

Die sogenannte Tagespflegestätte kann man nach belieben besuchen, täglich oder nur an einzelnen Wochentagen. Vor allem bieten die Tagespflegestätte kreative und gesellige Aktivitäten an, Versorgen die pflegebedürftigen mit Mahlzeiten und bieten auch pflegerische Leistungen an. So können die Menschen neue Kontakte knüpfen und erhalten ihre Fähigkeiten bei. Oftmals gibt es auch das Angebot, dass die Tagespflegestätte die Gäste von zu Hause abholen und wieder nachhause bringen.

Tamoxifen bezeichnet das bekannteste Antihormon Medikament. Manche Brustkrebszellen benötigen Östrogen um zu wachsen. Tamoxifen blockiert die Bindung des weiblichen Hormons Östrogen an seinen Rezeptor. Das Medikament wird von einem Facharzt der Gynäkologie verschrieben.

Unter der teilstationären Pflege versteht man eine Betreuung, wobei ein Teil der Pflege zu Hause stattfindet und durch Angehörige erfolgt und der andere Teil von Fachkräften für Pflegeassistenz in stationären Pflegeeinrichtungen. Somit werden die Angehörigen entlastet. Vor allem kommt die teilstationäre Pflege in der Tages- und Nachtpflege zum Einsatz.

Ein Therapeutikum ist die Bezeichnung für ein Arzneimittel bzw. Heilmittel. Der Name "Therapeutikum" kann auch für eine therapeutische Einrichtung eingesetzt werden.

Eine Therapie bezeichnet Maßnahmen, die gezielt Behinderungen, Krankheiten und Verletzungen positiv beeinflussen. Es gibt verschiedene Konzepte, die bei einer Therapie zur Anwendung kommen. Es gibt die Beseitigung der Krankheitsursache, hierbei handelt es sich um die kausale Therapie, oder die Beseitigung der Symptome, auch symptomatische Therapie genannt.

Berufsbilder, die sich im Bereich der Therapie wiederfinden sind:

Unter der TNM-Klassifikation versteht man die Einteilung bösartiger Tumore in Gruppen entsprechend ihrer Ausbreitung. Dabei bedeutet: T= Tumor, N=Nodi (benachbarte Lymphknoten), M= Fernmetastasen. Die verschiedenen Ausbreitungsstadien werden mit Indexzahlen genauer beschrieben. Ein Karzinom im Frühstadium ohne Metastasierung wird zum Beispiel als T 1 N 0 M 0 bezeichnet.

Die Toxikologie bezeichnet die Lehre von Giftstoffen, Vergiftungen und die Behandlung dieser. Die Aufgaben der Toxikologie erstreckt sich insbesondere über alle wissenschaftlichen Gebiete der Umwelt, Lebenswelt und Arbeitswelt von kranken und gesunden Menschen. Toxikologen beschäftigen sich somit hauptsächlich mit der Wirkung, Aufnahme, Verteilung sowie der Umsetzung fremder Stoffe im Stoffwechsel von Menschen, Tiere, Pflanzen und Ökosystemen. Somit werden sie oft in der wissenschaftlichen Forschung eingesetzt.

Unter der Transfusionsmedizin versteht man ein Teilgebiet der Medizin, welches nach der aktuellen Weiterbildungsordnung (2005) "... die Auswahl und medizinische Betreuung von Blutspendern, die Herstellung, Prüfung und Weiterentwicklung allogener und autologer zellulärer und plasmatischer Blutpräparate und alle Aufgabenbereiche in der Vorbereitung, Durchführung und Bewertung hämotherapeutischer Maßnahmen am Patienten" umfasst.

U

Eine Ultraschalluntersuchung, umgangssprachlich auch Ultraschall genannt, bezeichnet ein bildgebendes Verfahren, mit dem der Arzt verschiedene Regionen des Körpers und Organe untersuchen kann. Es ist eine sehr sichere und nebenwirkungsfreie Untersuchungsmethode. Patienten können den Ultraschall in Arztpraxen und Kliniken durchführen. Der Ultraschall ist aber auch ein Verfahren, welches die Geräte im Krankenhaus reinigt. Die sogenannte Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung ist für die Reinigung der Geräte zuständig, welches durch die Ultraschallreinigung und Dampfsterilisation geschieht.

Anwendungsgebiete sind:

  • Untersuchung der Bauchorgane zB Nieren
  • gynäkologischer Ultraschall
  • Ultraschall der Gelenke
  • ...

Die Umweltmedizin ist eine Wissenschaft und Lehre, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Gesundheit, Krankheit und Umweltfaktoren beschäftigt. Darin enthalten sind Aspekte der Hygiene, Arbeitsmedizin und Sozialmedizin. Jedoch wird hier zwischen Hygiene und Umweltmedizin und der klinischen Umweltmedizin unterschieden. Die Hygiene und Umweltmedizin befasst sich dabei mit Belastungen des Wassers, Luft und Boden. Ein Berufsbild in diesem Bereich ist der Umweltschutztechnische Assistent. Die klinische Umweltmedizin umfasst die medizinische Betreuung von Einzelpersonen mit Gesundheitsbeschwerden, welche mit Umweltbelastungen in Verbindung gebracht wird.

Die Urologie bezeichnet ein Fachgebiet der Medizin, die sich insbesondere mit Erkrankungen der Niere, Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane beschäftigt. Ein Urologe ist somit der Facharzt bzw. Spezialist für das Gebiet der Urologie.

V

Ein Verband ist eine natürliche oder juristische Personenvereinigung. Verbandsmitglieder verfolgen freiwillig gemeinsame Interessen und Ziele, die sie zusammen beschlossen haben. Ein Verband verfügt über eine festgelegte interne Organisationsstruktur, die als Grundlage für eine privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche Satzung dient.

Die Verhinderungspflege wird auch als "Urlaubsvertretung" bezeichnet und umfasst die vollständige Betreuung eines Pflegebedürftigen, wenn pflegende Angehörige verhindert sind und eine Vertretung weiterhin benötigt wird. Als stellvertretende Pflegehilfskräfte kommen dann Nachbarn, Freunde oder weitere Angehörige in Frage. Geregelt ist die Verhinderungspflege in § 39 im Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI).

Ein Vertragsarzt bezeichnet einen Arzt, der im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zur Behandlung von sozialversicherten Patienten zugelassen ist. Das zählt nur für Ärzte, die eine Facharztbezeichnung tragen.

Vertragsärzte können in folgenden Praxisformen beschäftigt sein:

  • Gemeinschaftspraxis
  • Einzelpraxis
  • Teilgemeinschaftspraxis

Unter Veterinär versteht man einen Tierarzt bzw. Tiermediziner. Der Begriff Veterinär kommt aus dem französischen "vétérinaire" und bedeutet übersetzt "zum Zugvieh gehörig". Dieser hat ein abgeschlossenes Studium der Tiermedizin (Veterinärmedizin, Tierheilkunde). Nach dem Studium bist du zur medizinischen Betreuung und Behandlung von Tieren qualifiziert.

Virologie bezeichnet die Lehre von den Viren und das Fachgebiet der Hygiene und Biologie. Lebewesen können von Viren infiziert werden. Man spricht dann auch von dem Adjektiv virologisch. Aufgaben von Virologen sind zum Beispiel die Charakterisierung von viralen Eigenschaften und auch die Erforschung der Vermehrung, Lebensräume und der Herkunft von Viren. Das Berufsbild welches sich mit Viren beschäftigt ist der Biomedizinische Analytiker.

Die Vorsorgevollmacht ist hilfreich, wenn eine Person ihre Angelegenheiten durch einen Krankheitsfall oder Unfall nicht mehr selbst regeln kann. Sie regelt, dass eine oder mehrere Personen Entscheidungen für die Betroffenen übernehmen können. Voraussetzungen für die Vorsorgevollmacht ist ein gutes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten. Gültig ist diese erst, wenn die Vollmacht schriftlich fixiert wird.

W

Bei einer Weiterbildung werden die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse nach einer abgeschlossenen Ausbildung trainiert und erweitert. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen von Weiterbildungen:

  • berufliche Weiterbildung
  • allgemeine Weiterbildung
  • politische Weiterbildung
  • Weiterbildung an Hochschulen (auch wissenschaftliche Weiterbildung)

In einer Wohngruppe leben mindestens drei Personen, welche pflegebedürftig sind. Das heißt, sie müssen mindestens den Pflegegrad 1 aufweisen. Die Wohngruppe verhält sich so wie eine Wohngemeinschaft, wobei Bad, Küche und Wohnzimmer geteilt werden und jeder Bewohner sein eigenes Schlafzimmer besitzt.

Da es sich um pflegebedürftige Menschen handelt, werden sie betreut. Die Betreuung muss nicht zwingend eine ausgebildete Fachkraft sein. Oftmals werden aber auch Gesundheits- und Pflegeassistenten eingesetzt.

Z

Unter der Zahnmedizin versteht man die Prävention, Diagnose und Therapie der Erkrankungen des Zahn-, Mund- und Kieferbereichs. Damit die Zahnmedizin praktiziert werden darf, ist ein Hochschulstudium notwendig. Der Studiengang heißt Zahnmedizin und dauert 10 Semester.

Berufsbilder, im Bereich der Zahnmedizin:

Der Zellzyklus bezeichnet den Ablauf für die Bildung von neuen Zellen. Während des Zellzyklus produziert eine Zelle eine Kopie der genetischen Information und teilt sich in zwei Zellen (identisch). Läuft der Zellzyklus nicht korrekt ab, so können sich die Zellen unkontrolliert teilen. Folgen sind ernsthafte Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs.

Unter einer Zeugnisbewertung versteht man ein Dokument der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen. Das Dokument beschreibt eine Hochschulqualifikation aus dem Ausland. Die Bewertung vergleicht eine ausländische Qualifikation mit der deutschen Qualifikation nach einem Studium und wird bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen beantragt.

Die zielgerichtete Therapie ist die Behandlung mit Medikamenten, die gezielt da eingreifen, wo Vorgänge des Tumorwachstums stattfinden. Oftmals wird auch der englische Begriff "Targeted therapies" verwendet. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Krebsmedikamente. Eine zielgerichtete Therapie ist abhängig von bestimmten Faktoren wie:

  • Tumorart
  • Krankheitsstadium
  • biologische Merkmale der Krebszellen

Eine Zyste bezeichnet in der Medizin Hohlräume, die sich in einem Gewebe bilden und von einer Kapsel umgeben sind. Sie können im Knie, in der Brust, in den Nieren entstehen - also praktisch überall im Körper. Oftmals bleiben Zysten für eine lange Zeit unbemerkt, da sie selten Symptome hervorrufen.

Die Zytologie bezeichnet die Lehre vom Bau und die Funktionen der Zellen. Der Zytologieassistent ist in dem Bereich der Zytologie beschäftigt und untersucht Zellpräparate unter dem Mikroskop.

Zytostatika bezeichnen Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen hemmen und auch gesunde Zellen in gewissem Ausmaß schädigen können. Ziel ist es, die Zellteilung zu verhindern.

Der Zytologieassistent ist auf dem Gebiet der Zytologie beschäftigt und untersucht mit Hilfe eines Mikroskops die Zellproben.